Marianne Látki berichtet ♥
Die Internationale Vereinigung gegen Krebs mit Sitz in Genf wählte für den Weltkrebstag 2010 (4. Februar) den Slogan „Auch Krebs kann vorgebeugt werden”, Krebsprävention ist möglich. Die Ungarische Krebsliga rückte aus diesem Anlass den Lungekrebs in den Fokus. Von den 12 Millionen Neuerkrankungen weltweit sind 1,5 Millionen Lungenkrebs. In Ungarn sind das 10 000, und damit ist Lungenkrebs unter den Krebserkrankungen die häufigste Todesursache nach Erkrankungen von Herz und Kreislauf. Das entspricht der Mortalität in den entwickelten Industrieländern, nur dass die Ungarn früher an diesen Krankheiten sterben als ihre Leidensgenossen in der westlichen Welt.

 

In Ungarn sterben jährlich 30 000 Menschen an Krebs, 65-70 Prozent sind 65 Jahre alt und älter. Allerdings steigt die Zahl der jüngeren Krebstoten besorgniserregend an. Das müsste nicht so sein. Wie Krebs entsteht, konnte die Wissenschaft bislang nicht klären. Welche Faktoren dazu führen, ist allerdings bestens bekannt. Und die sollten beherzigt werden. Jede dritte mögliche Krebskrankung kann vermieden, es kann  vorgebeugt werden, indem im Alltag ganz einfache Regeln eingehalten werden.

Oberstes Gebot ist die gesunde Lebensweise:

– Rauchen erst gar nicht anfangen, bzw. damit aufhören sowie Passivrauchen vermeiden;
– Konsum alkoholischer Getränke in Maßen;
– Kein Übergewicht, denn das Leben ist leichter leichter!
– Gesunde Ernährung;
– Regelmäßige Bewegung, sportliche Aktivitäten;
– Übertriebenes Sonnenbad vermeiden;
– Krebsverursachende Infektionen vermeiden: Sei treu, oder schütze dich!
– Schutzimpfung gegen Hepatitis B und HPV (Human-Papilloma-Viren)

 
Der besondere Beitrag der Ungarischen Krebsliga zum diesjährigen Welttag gegen Krebs war die Preisverleihung an Medienvertreter, die auf de Aufruf im November 2009 mit Beiträgen reagierten, wie aufgeklärt, aufgerüttelt und damit zur Vorbeugung, bzw. Heilung dieser Kranheit beigetragen werden kann, denn 50 Prozent der Krebspatienten werden geheilt, und Krebs sollte endlich kein Stigma mehr sein.