Marianne Látki berichtet ♥
Zum dritten Mal lädt das Collegium Hungaricum Berlin zu Cinema Total (CT), eingebettet in den Veranstaltungsrummel der Berlinale ein. CT kann und will mit der Berlinale nicht konkurrieren, ist nicht Werbung für ungarische Filme, sondern mehr als Kino; CT 3 zielt auf Ästhetik, Erweiterung des Horizonts, Vielseitigkeit, Zusammenarbeit. (Auf dem Bild: Orsolya Török-Illyés im "Bibliotheque Pascal")

 

Das erste Mal, 2008, sollte den Filmemachern einfach eine Plattform geboten werden, das CHB bot sich als Treffpunkt an. 2009 konnte mit der Präsenz des Gastes, dem Regisseur Peter Greenaway, auf das CHB als Tummelplatz der Filmschaffenden aufmerksam gemacht werden. Den wohin sich so ein großer Name begibt, dort wird Qualität geboten. Und wenn das ein drittes Mal klappt, dann darf das Event als Brand gehandelt werden, davon ist CHB-Direktor János Can Togay  überzeugt. Dafür wurden die Vertreter des zurzeit international besonders erfolgreichen rumänischen Films , so der Shooting Star Dragos Bucur, sowie die Leiterin des Slowakischen Filminstituts Alexandra Strelkova eingeladen.

Es gibt viele regionale Gemeinsamkeiten, die gemeinsam besser genutzt werden können, die zu regionalen und internationalen Koproduktionen anspornen können. Dem internationalen Filmmarkt will man sich als Location, als ’geheimer’ Drehschauplatz „östlich der Spree”, wie es heißt, anbieten. Vom 14. bis 17. Februar wird demnach die Filmfachwelt im Collegium Hungricum Berlin erwartet. Der Altmeister des ungarischen Films Miklós Jancsó stellt den Regisseur des – nach vielen Jahren endlich – ins Wettbewerbsprogramm der Berlinale ausgewählten ungarischen Films „Bibliotheque Pascal” Szabolcs Hajdu vor. János Can Togay lädt zum Fach-Brunch und Film-Talk ins Film Café des Collegium Hungaricum ein.

Ebenfalls ein Schwerpunkt im CT 3-Programm ist das Drehbuch. Zur Drehbuch-Diskussion wurde Jasmina Zbanic, Bosnien-Herzegowina, deren Film „Grbavnica” 2007 den Goldenen Bären gewann, eingeladen, die nun das Drehbuch ihres neuen Films „Na Putu” (On the Path) vorstellt; weiters Florian Serban, der im Berlinale-Wettbewerb mit „Eu cand vreau sa fluier, fluier” (Wenn ich pfeifen möchte, dann pfeife ich), der englisch–ungarische Filmemacher Peter Strickland (2009 mit „Katalin Varga” im Berlinale-Contest vertreten) sowie Szabolcs Hajdu eingeladen.

Nach den zahlreichen Fachtreffen mit möglichst vielen Regisseuren, Drehbuchautoren, Producern usw. Klingt CT 3 recht laut aus. Dafür sind die Stars des Kaffee Burger, die ungarisch–russische Band Rotfront zuständig.