Der Sumpf in Ungarn - Politische Folgen des Zusammenbruchs von Quaestor Die ungarische Öffentlichkeit und die Medien sind seit Wochen im Banne der undurchsichtigen Vorgänge nach dem Zusammenbruch der mit der Orbán-Regierung, vor allem mit dem Außenministerium, eng verbundenen Brokerfirma Quaestor. Man schätzt, dass zusammen mit anderen kleineren Pleiten in diesem Jahr rund 100.000 Sparer und Investoren betroffen sind.
Viktor Orbans guter Geist in Bern Er leitete eine Privatbank in Genf, hatte beste Kontakte in den arabischen Raum. Jetzt ist Istvan Nagy ungarischer Botschafter mit besonderen Beziehungen zum Regierungschef... Nagy begleitete den ungarischen Regierungschef auch auf dessen Besuchen in der Schweiz im vergangenen Jahr, deren Anlass und Hintergründe im Dunkeln liegen.. Bernhard Odehnal (Wien) berichtet.
Roma-Vertreibungen in Ungarn – Nummern, keine Namen Im ungarischen Miskolc geht die Verwaltung drastisch gegen Roma vor. Sie vertreibt sie aus ihren Wohnungen. Und lässt ihnen nur die Hoffnung auf Kanada. – Autor: Stephan Löwenstein (Bild), Jahrgang 1968, politischer Korrespondent für Österreich und Ungarn mit Sitz in Wien. (Fotos: Daniel Pilar.)
Ungarn will stärker kontrollieren Vor 20 Jahren trat das Schengen-Abkommen in Kraft. Seitdem wurde das Gebiet der Reisefreiheit in Europa immer wieder erweitert - und die Außengrenzen immer stärker abgeriegelt. Eine der Grenzen verläuft in Ungarn, wo die Kontrollen bisher aber eher lax waren. Die Regierung von Ministerpräsident Orban steht unter Handlungsdruck.
Geschichte der Synagogen in Ungarn – „Mesélő zsinagógák“ Synagogen erzählen, Synagogen, die erzählen, wortwörtlich übersetzt müsste es Erzählende Synagogen heißen. Dabei handelt es sich um einen Vierteiler, einen Dokumentarfilm über Synagogen in Ungarn, gedreht von Mafilm Company Kft. Der Dokumentarstreifen, dessen erster Teil dieser Tage präsentiert wurde, lädt zu einer aufschlussreichen Reise in die jüdisch-ungarische Vergangenheit ein.
Gulasch der Geschichte – Péter Esterházys wilde und verwegene Jagd durch Ungarns Seele Jetzt ist es heraußen: Gott der Herr heißt im bürgerlichen Namen Ferenc Kovács. Die Spione des Prinzen von Croÿ haben es aufgedeckt. Und Gott hat eine Katze namens Gizi, sie ist der große "Wortvermehrer". Ein Wortvermehrer ist auch Péter Esterházy. Und eine gräfliche Durchlaucht des Durchleuchtens: Kein Winkel der Geschichte, der der eigenen Familie und der seines Landes, bleibt im Dunkeln. Seit dem aufs realsozialistische Arbeitsethos gemünzten "Produktionsroman" des Jahres 1979 hat der ungarische Schriftsteller ein Werk hingelegt, das noch Generationen von Exegeten beschäftigen wird, weil es so komplex ist, und das dabei im Grunde kaum einfacher sein könnte.

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