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Die Geschichte des Judentums in Ungarn

Die Geschichte des Judentums in Ungarn
Marianne Látki

Mit der Empfehlung von Bischof Dr. János Székely, Diözesanbischof von Szombathely, Vorsitzender des Christlich-Jüdischen Rates. Die Autoren: bekannte Historiker, Soziologen, die seit 2013 an dieser jüdischen Geschichte gearbeitet haben. (Bild: Litographie von Béla Vízkelety, 1864: Einmarsch König Mathias und Königin Beatrix nach Buda im Jahre 1476; am linken Rande des Bildes »Prefekt der Juden« Jakab Mendel, mit dem Thora, die fünf Bücher von Moses. / Bildquelle: /hu.wikipedia.org)

Dieses ’Lehrbuch’ (Redaktion: Tamás Róna und Mónika Mezei; erschienen Szent István Társulat, Az Apostoli Szentszék Könyvkiadója, Budapest, 2018, im Auftrag des Christlich-Jüdischen Rates) befasst sich mit der jüdischen Geschichte in Ungarn von den Anfängen bis in die Gegenwart. Diese Anfänge beschränken sich nicht auf die aktive Teilnahme der jüdischen Honvéd-Soldaten an der Revolution von 1848-49, wie Un- und Halbwissende meinen, bzw. es geht nicht nur auf die Tragödie des Holocaust ein, nein, Juden lebten schon in der römisichen Provinz Pannonien, Mauerreste einer Synagoge wurden in der Nähe von Dunapentele, dem heutigen Dunaújváros, Grabsteine bei Esztergom entdeckt. Kapitel 1 trägt so den Titel: Von den Anfängen bis Ende des 18. Jahrhunderts. Es folgen die Kapitel:  Die Geschichte des Judentums in Ungarn 1780-1918; Die Zwischenkriegszeit und der 2. Weltkrieg (1918-1945) sowie Judentum in Ungarn nach dem 2. Weltkrieg (1945-2014).

Anläßlich der Buchpräsentation meldete sich u.a. Bischof János Székely zu Wort, der sehr persönlich anfing, nämlich an seinen Aufenthalt in Israel erinnerte, als er mit dem Fahrrad unterwegs an einem Kibbutz anhalten musste, dort nicht nur sofort die Reparatur seines Fahrrades erledigen konnte, sondern nach radebrechendem Englisch von den Bewohnern aufgefordert wurde, doch ungarisch fortzufahren. Seine ’Wohltäter’ stellten sich als Teilnehmer der ungarischen Revolution 1956 heraus, die nachher nach Israel ausgewandert waren. Bischof Székely hob die großen Namen der ungarischen Wissenschaft und Kultur hervor, die ungarische Juden waren, von János (John von) Neumann über die Schriftsteller Ferenc Molnár, Miklós Radnóti (der als Zwangsarbeiter auf dem Gewaltmarsch gen Westen sterben musste), den Maler Béla Czóbel, die Pianistin Annie Fischer bis zum Magenbitter-König – Marke Unicum – Péter Zwack.

Der Vorsitzende des Verbandes der Jüdischen Gemeinden in Ungarn Mazsihisz András Heisler hob u.a. hervor, dass Kritik erlaubt ist, dass Kritik Teil der jüdischen Kultur, also positiv, Teil des Dialoges ist.

Dieses ’Lehrbuch’ gehöre in alle Schulbibliotheken, damit Pädagogen und Schüler sich informieren, lernen können, so dürfe der Holocaust nicht als Nebensache des 2. Weltkrieges behandelt werden, die Judengesetze nicht Rechtsbeschränkung, sondern Rechtsschändung sind.

Vorrangige Zielgruppe sind Mittelschüler, Gymnasiasten, die Jugend, aber auch Erwachsene, die beim Lesen dieser Fakten ihre Kenntnisse erweitern, Fehler und Ressentiments überwinden werden.

Nach der Aussage, dass sich dieses Buch auch an die ganze Welt richtet, fragte ich die Redakteurin Mónika Mezei, ob das auch besage, dass es in Fremdsprachen, zumindest in Englisch und Iwrit erscheint, konnte sie nur hoffen, dass dem irgendwann so sein wird.

A magyarországi zsidóság története/Die Geschichte des Judentums in Ungarn, erschienen im Verlag der Szent István Gesellschaft im Auftrag des Christlich-Jüdischen Rates, ist in der katholischen Buchhandlung am Ferenciek tére in der Budapester City erhältlich.