Die Geschichte des ungarischen Jazz passiert Revue, über 150 Jahre parallel zu den europäischen und amerikanischen Events, von 1850 bis heute. Das ausgestellte Material stellten Privatsammler, so einer der drei Kuratoren der Ausstellung Géza Gábor Simon, die Nationalbibliothek Széchényi, das Trommeln-Museum Cegléd, auf Jazz-Unterricht und -Forschung spezialisierte Stiftungen und Gesellschaften u.a. bereit. Die Ausstellung ist chronologisch gegliedert in: Die Steinzeit des Jazz 1853-1920, Jazz getanzt 1920-1935, Swing 1935-1960 und Photos, Gemälde, Plkate, Umschläge nach 1960.
Wie schon erwähnt handelt es sich um ein Projekt, eine Ausstellung auf gerade mal 100 qm begleitet von monatlichen Konzerten (heute nach der Vernissage tritt das „Bohém Trió” auf, Tamás Ittzés – Klavier, Solo, Zoltán Mátrai – Klarinette, Saxophon, Alfréd Falusi – Trommel; die Konzerte werden von Newcomern wie den Studenten des Lehrstuhls Jazz an der Musikakademie Franz Liszt und Jazz-Berühmtheiten wie Károly Binder – Klavier, Mihály Borbély – Saxophon bestritten) bis zur Finissage im April, Buchpräsentationen und sogar einer Jazz-Konferenz.
Zu den Konzerten gilt Eintritt frei! Die Besucher müssen nur die Eintrittskarte ins Museum lösen (und die sind mehr als solide: Erwachsene 600 Ft (weniger als 2 Euro) und alle anderen noch preiswerter. Mehr dazu unter www.mkvm.hu nicht nur in Ungarisch, sondern auch Deutsch und Englisch. Das sei an dieser Stelle erwähnt, weil anlässlich der Vorbesichtigung nur ungarische Titel und Texte die Wände schmückten. Der Ausstellungskatalog ist allerdings und zum Glück ungarisch-englisch verfasst und letztere Fassung wird auch in der Ausstellung zu lesen sein.
Ungarische Jazz-Geschichte in Bildern, 12.11.2015-24.04.2016 im Ungarischen Museum für Handel und Gastgewerbe im 3. Budapester Gemeindebezirk, Korona tér 1.

