Sie sind Bestandteil der Sammlung Dr. László Gyugyis und überwiegend in der Dauerausstellung „Das Goldene Zeitalter der Zsolnays – die Sammlung László Gyugyi” im Kultur-Quartier Zsolnay in Pécs zu besichtigen. Zurzeit und bis Ende Juli sorgen sie allerdings in Budapest für Neugier und Besucherströme, u.zw. in der Új/Neuen Budapest Galerie im Kultur-, Gastronomie- und Handelszentrum Bálna (siehe darüber unseren Beitrag „Picknick am Donauufer vom 2. März dieses Jahres). 2013 war die erste Julia Vase in die Sammlung gelangt, dass sie einen Zwilling hat, war bekannt, nur wo, das war der Öffentlichkeit in Vergessenheit geraten.

Es waren überhaupt nur zwei dieser Riesenvasen in der Zsolnay Manufaktur entworfen und hergestellt worden. Das Paar kannte allerdings der Sammler Dr. László Gyugyi, der seit 1977 die Freundschaft mit der Amerikanerin ungarischer Herkunft Mary Weber pflegte. Ihre Julia Vase war der Juwel ihrer aus 200 Exemplaren bestehenden ungarischen Keramiksammlung. Anläßlich der Zsolnay Ausstellung 2002 in New York wurde die Vase dort ausgestellt. Diese Ausstellung und der Einzug der Gyugyi-Sammlung ins Pécser Quartier führte letztendlich zum Erwerb der Vase durch die Stadt Pécs (für 19 Millionen Forint) und die Rückkehr nach 126 Jahren nach Pécs.

Seit dem 14. Mai 2014 sind die Julia Vasen Teil der Dauerausstellung der Gyugyi-Sammlung und nun zu Besuch in Budapest. Sie stehen gleich am Eingang der Új Budapest Galerie in einer entsprechend großen Vitrine. Und wer der Vasen zuliebe das Bálna aufucht, der möge auch durch die Ausstellung in der Galerie schlendern: ungarische bildende Kunst vom 19. Jahrhundert an bis in die Gegenwart lohnt sich zu besichtigen.