Von der ungarischen Grenze nur 22 km, von der polnischen 80 km und der ukrainischen 100 km entfernt, ist die Stadt ein obligatorisches Reiseziel für alle geschichtsbewussten Ungarn, denn in dieser Stadt spielte sich jahrhundertelang ungarische Geschichte ab. 1230 erstmals urkundlich als Villa Casa erwähnt, erhielt Košice 1290 den Stadtrang. 1378 wurde mit dem Bau des heutigen Wahrzeichens der Stadt, dem gotischen Dom der Heiligen Elisabeth begonnen, wo u.a. die Gebeine von Fürst Ferenc Rákóczi II. ruhen.

Für das Jahr als europäische Kulturhauptstadt gibt die Stadt 60 Millionen Euro aus: diese werden in Projekte investiert, wie „Sándor Márai – Weltbürger aus Kassa” (Werke wie der Roman ’Glut’ und ’Bekenntnisse eines Bürgers’ dürften auch dem deutschen Lesepublikum bekannt sein.); dazu alles, viersprachig unter www.maraisandor.eu., weiters „Judentum in Kassa” und die zahlreichen Programme, mit dem Auftakt am 20. Januar (Straßenfestival) über das Gourmetfestival im Juni, den Sommer im Park, das Fest des Lichtes am ersten Wochenende im Oktober und bis zur Schlussveranstaltung am 13. Dezember 2013.

Košice, Kassa, Kaschau, die zweitgrößte Stadt der Slowakei empfängt jährlich 140 000 Touristen. 2009-2011 stieg die Zahl der Besucher aus Ungarn 34 % an. Damit dieser Trend konstant bleibe und aus aktuellem Anlass, nämlich den Vorbereitung auf 2013 wurde im Slowakischen Kulturinstitut in Budapest der brandneue Baedeker Košice 2013 Kassa Utazzunk együtt! (Reisen wir gemeinsam) von Éva Hoffmann und Jenő Marton, Verlag hibernia vorgestellt. Das handliche Büchlein mit 5 Stadtplänen und 180 Photographien ist speziell auf die Erwartungen der ungarischen Reisenden zugeschnitten, mit vielen Details aus der ungarischen Geschichte und allen nützlichen Informationen, die der Besucher unterwegs in der Stadt braucht, so etwa slowakische Bierstuben, typisch slowakische Delikatessen, öffentlicher Verkehr und öffentliche Toiletten sowie einem ungarisch-slowakischen Miniwörterbuch.
Über Košice-Kassa-Kaschau lesen Sie auch den Infovilág-Beitrag vom 5. Mai 2008: Auf Nachbarschaftsbesuch: Košice-Kaschau.)

