Trotzdem können einzelne Angebote immer wieder ausfallen. „Ausfälle von einzelnen Diensten können nie ausgeschlossen werden. Unternehmen entscheiden nach wirtschaftlichen Kriterien selbst, ob sich die Spiegelung der eigenen Server auszahlt. Werden neue Serverstandorte erwogen, berücksichtigen Risikoanalysen Gefahrenquellen wie Flughäfen oder Flüsse in der Nähe, um Beeinträchtigungen und Ausfällen vorzubeugen”, so Schubert. Hundertprozentigen Schutz gibt es aber nicht.
„Selbst wenn ein Unternehmen über ein Backup-Datencenter verfügt, ist nicht gewährleistet, dass es zu keiner Beeinträchtigung des Angebots kommt. Spiegel-Server haben teilweise nicht die Kapazität der Originale, wodurch es zu Datenstaus kommen kann”, so der Experte.
Keine Paywall
Andere Anbieter, deren Angebote auch während des Sturms funktionieren, erleben sogar einen außergewöhnlichen Andrang auf ihre Plattformen. Die Seite Weather.com hat durch den Sturm einen Besucherzuwachs von über 30 Prozent verzeichnet. Kostenpflichtige Medienangebote, deren Server nicht beeinträchtigt wurden, wie die New York Times oder das Wall Street Journal, haben sogar zwischenzeitlich ihre Bezahlschranken geöffnet. Für die Dauer des Unwetters gibt es sämtliche Inhalte kostenlos.
Auch in den sozialen Medien sorgt der Sturm für glühende Leitungen. Die Anzahl der Fotos und Videos vom Sturm wächst stündlich und das, obwohl hunderttausende Menschen derzeit keinen Strom haben. Auch gefälschte Aufnahmen gibt es mittlerweile zuhauf zu betrachten. Sogar Hilferufe über Twitter wurden abgesetzt, wie US-Medien berichten. Die Behörden fordern die Bevölkerung allerdings auf, den klassischen Notruf zu wählen, wenn es zu Problemen kommt.

