„Wir treffen keine Vorauswahl und schneiden nichts weg. Wir zeigen was da draußen aktuell passiert. Dann lassen wir die Menschen entscheiden, ob sie ein Wort verwenden wollen oder nicht”, sagt Wordnik-Gründerin Erin McKean, die früher als Chefin der Redaktion des New Oxford American Dictionary gearbeitet hat. Das Hauptaugenmerk des neuen Online-Wörterbuchs liegt auf den Beispielsätzen. Denn die oft veralteten Wort-Definitionen findet man auch anderswo. Die gesammelten Anwendungsbeispiele hingegen sind immer aktuell und helfen Nutzern zu verstehen, wie ein Wort aktuell verwendet wird.
Sechs Mio. Wörter
Wordnik verfolgt automatisch die Entwicklung von etwa sechs Mio. Wörtern. Die Anzahl verändert sich allerdings ständig. 12,8 Mio. Dollar an Venture-Kapital hat das Start-up bisher aufgesogen. In Zukunft soll durch Sprachsoftware, die zum Beispiel Wortdefinitionen oder passende Buchempfehlungen liefert, neues Geld in die Kassen gespült werden. Für den professionellen Einsatz als Wörterbuch wird Wordnik momentan noch nicht empfohlen. „Wir entdecken die Wörter mittels Algorithmen. Die sind niemals perfekt”, sagt ein Techniker.

