Burg ThuryDie Stadt besinnt sich, baut auf ihre in Jahrhunderten gewachsenen Werte, so auf die historisch wertvolle Bausubstanz. In der Ortsmitte steht die fast gänzlich restaurierte Burg Thury, deren 1300 gelegt wurde. König Matthias Corvinus soll hielt sich hier öfters auf. Im 15.-16. Jahrhundert wurde sie zur Festung mit vier Ecktürmen und Burggraben ausgebaut. Immer wieder von den Türken belagert wurde sie 1566 von Burghauptmann György Thury mit 200 Getreuen gegen die 8000 Belagerer von Pascha Arslan verteidigt, Sein Name stand Pate: die Thury Burg. Anfang des 18. Jahrhunderts ließ die Familie Zichy die Burg zum barocken Burgschloss umbauen. Mit dem Zweiten Weltkrieg begann der Niedergang der Burg. Mit ungarischen und EU-Fördermitteln (624 197 500 Forint) konnte die Burg seit Ende 2009 und bis Juni 2011, wenn auch nicht ganz (siehe Photo des Innenhofes), renoviert werden.   

BurghofHeute ist die Burg ein Zentrum der Begegnung mit mehreren Veranstaltungs- und Konferenzsälen, so auch dem alten Rittersaal, weitläufigen Ausstellungsflächen und dem Innenhof, wo auch in diesem (verregneten) Sommer ein breitgefächertes Programm absolviert wird. Es stehen u.a. noch an: Tanzfestival (6. August), Carmina Burana (12. August), Renaissance-Tage (12.-13. August), Jazz and More (14. August) usw.

Trachtenaustellung

Unter den schon jetzt zahlreichen Wechselausstellungen fand meine Wenigkeit die Trachtenausstellung im ersten Stock besonders interessant (siehe Photo), wohl auch deshalb, weil sie das Ergebnis einer ’fanatischen’ Leidenschaft ist: ein Förster aus dem westungarischen Sárvár, der 48jährige Sándor Hámori und seine Familie haben schon mehrere hundert Trachten gesammelt und bewahren diese einfach in Kartons auf. Eine Auswahl kann nun in der Ausstellung besichtigt werden. Es handelt sich um eine Wechselausstellung, wie betont wurde, nur dass sich kein Besucher und Veranstalter vorstellen kann, dass diese farbenprächtigen Kunstwerke wieder in die Kartons zurückkehren müssen.

Ich hoffe, nur ungeschickt gewesen zu sein, als ich unter www.thury-var.hu nur Infos in Ungarisch lesen konnte und vergebens aufs englische Piktogramm klickte…

Dieser Beitrag wäre ohne die freundliche Unterstützung des Ungrischen Tourismusamtes nicht entstanden.