22. Weinfestival in der Burg zu Buda: 11.-15. September

In diesem Jahr steht das ’schwache’ Geschlecht, die Frauen, natürlich Winzerinnen im Fokus des Festivals. 40 Winzerinnen gibt es in Ungarn, 26 davon tummeln sich vom 11. bis 15. September in den Höfen und auf den Terrassen des Budaer Burgschlosses und werden sich u.a. auf der Bühne mit prominenten Gästen unterhalten.

Unter anderem geht es um das, was die Frauen im Weinberg und Keller anders machen als die Männer; ob es Unterschiede zwischen Weinen von Winzern bzw. Winzerinnen gibt.

Die schmucken Holzhäuschen, an denen die Weine der verschiedenen Regionen und Keller verkostet werden können, wo eine Winzerin am Werk war und ist, sind mit einem speziellen Logo gekennzeichnet. Pannónia Női Borrend, die Weinbruderschaft, pardon, es müsste Weinschwesterschaft Pannonia heißen, ist für das vielseitige weiblich bestimmte Programm verantwortlich, mit den schon erwähnten Unterhaltungen mit Prominenten, natürlich auch über Fachfragen, mit Quizfragen und deren Belohnung bei richtiger Antwort.

Unter den Prominenten sei die international gefeierte Opernsängerin Erika Miklósa genannt. Ein Tipp: die Domäne der Winzerinnen an allen fünf Festivaltagen ist der Löwenhof des Budaer Burgschlosses.

Tradition hat, dass jedes Mal auch ein Weinland als Ehrengast eingeladen wird. Diesmal ist das Protugal, das nicht nur seine erlesenen Weine, sondern auch kulinarische Spezialitäten und Kultur ins Budaer Burgviertel mitbringt.

Der Wein ist Bestandteil der Kultur. Ergo wird auf dem Weinfestival nicht nur getrunken und gegessen, übrigens immer bis 23 Uhr, denn alles, was sich später abspielen würde, wäre Lärm, der die Nachbarn stört und – Hand aufs Herz – weiter zu trinken, kann nicht mehr als Kultur bezeichnet werden. Einige kulturelle Schmankerl wären: Tag des Ungarischen Jazz (14. September), der Ungarische Folkloretag (15. September) oder aber das Konzert der portugiesischen Fado-Sängerin Joana Amendoeira ab 22 Uhr am Samstag, den 14. September.

Gastronomie als Kultur. Diese wird mit jeweils aus fünf Gängen bestehenden Speisenfolgen von Mitgliedern des TableFree Reservierungssystem vertreten. Eines davon ist The Chess Restaurant. Ohne ins Details zu gehen, möge den LeserInnen das Wasser im Munde zusammenlaufen: zur Vorspeise Lachs mit Koriander gewürzt wird Sauvignon blanc aus Pannonhalma serviert, zur Grünen Spargelsuppe Roséwein aus Villány, zum Rehrücken mit Preiselbeeren und Ziegenkäse ein….usw., usf. Natürlich gibt es auch Einfacheres, Deftiges wie geräucherte Schweinshaxe oder Schweinshaxe, Eisbein mit Kuttelfleck, typische Jahrmarkt- und Weinlese-Sattmacher.

Das Weinfestival ist ein Gesamtkunst- und -kulturwerk, betont dessen Direktor Zoltán Zilai, Geschäftsführer der Ungarischen Reben- und Weinkultur GnG. Dass dazu auch  die Weinakademie und eine Weinauktion zugunsten des Ungarischen Malteserdienstes gehören, versteht sich fast schon von selbst. Allen, deren Kulturdurst nicht gestillt werden kann, denen sei der Besuch in der Ungarischen Nationalgalerie empfohlen: Dauer- und Wechselausstellungen (Monet, Gauguin, Szinyei Merse, Rippl-Rónai bzw. ab 12. des Monats Chagall). Mit der kombinierten Eintrittskarte zum Weinfestival Eintritt frei!

Alles über das diesjährige Weinfestival in der Burg zu Buda: 11.-15. September unter  www.aborfesztival.hu in Ungarisch und Englisch sowie in der Sonderausgabe von FUNZINE.

Prost und guten Appetit!