Gestresstes Mädchen: Gespräch mit der Mutter beruhigt (Foto: Flickr/Jixar)Die Forscher untersuchten 64 Mädchen im Alter von sieben bis zwölf Jahren, in deren Familien es keine schwerwiegenden Probleme oder gestörte Eltern-Kind-Beziehungen gab. Sie wurden in Situationen versetzt, die Unbehagen auslöst: So galt es etwa, schwierige Rechenaufgaben vor drei unbekannten Erwachsenen zu erledigen, die sie dabei ausdruckslos beobachteten.

Dabei wurden die Mädchen in vier Gruppen geteilt: Eine Gruppe hatte keinen mütterlichen Kontakt, eine weitere durfte telefonieren. In der dritten Gruppe sprachen die Mädchen persönlich mit ihren Müttern, während die letzte Gruppe Textnachrichten austauschte.

Texte liefern weniger Trost

Das Ergebnis: Bei Mädchen, die die Stimme ihrer Mutter am Telefon oder persönlich hörten, sank der Stresspegel tatsächlich deutlich, während die Glückshormone anstiegen. Bei jenen, die mittels Textnachricht Trost finden mussten, war dies jedoch nicht der Fall. „Textnachrichten sind kein guter Ersatz für persönliche oder telefonische Interaktionen”, so das Resümee der Studienleiterin und Anthropologin Leslie Seltzer.