Jeder Mensch tippt auf Tastaturen individuell – künftig sollen die so zugelassenen Nutzer von fremden Eindringlingen unterschieden werden. „Ich würde mich gerne in die Richtung einer Welt entwickeln, in der man sich an einen Arbeitsplatz setzt, zu arbeiten beginnt und die Authentifizierung passiert im Hintergrund, unsichtbar, während man ohne Unterbrechungen weiterarbeiten kann”, so Guidorizzi.
Den „kognitiven Fingerabdruck” nennt der Forscher einen derartigen Ansatz, der bereits mit ersten Erfolgen erprobt wurde. Mit einer Genauigkeit von 99,5 Prozent schaffte es beispielsweise ein Professor an der Pace University seine Studenten zu identifizieren – und zwar nur durch die jeweils unterschiedliche Anschlagart bei der Eingabe von Prüfungsantworten.
Durchschnittswert als Problem
Die für das System zu registrierenden Unterschiede liegen im Millisekundenbereich, was nahezu fälschungssicher ist, so die Theorie. Beweise gibt es dafür allerdings noch keine. Zudem stehen die Forscher noch vor einer weiteren Hürde: Die Systeme errechnen bislang einen Durchschnittswert aus vielen Anschlägen, künftige Sicherheitssysteme müssten allerdings sofort reagieren können, oder es könnte zu spät sein.

