Auch die Hautoberfläche, ihre Glätte, Falten und Grübchen werden vom Berechnungstool miteinbezogen. Allerdings steht die Technologie noch vor diversen Hürden. „Bei Erwachsenen ist die Errechnung wesentlich schwieriger, besonders bei Celebrities. Menschen sind beim Erraten des Alters deutlich besser als Maschinen”, so Hirsch. Dementsprechend ist man noch nicht in der Lage, das Alter genau zu bestimmen. Stattdessen weist die Software dem jeweiligen Kandidaten eine Ober- und Untergrenze zu und schätzt ihn auf einen Wert innerhalb des Rahmens. Während die genaue Jahresangabe nur selten richtig liegt, gelingt die Einstufung der Person in eine Altersgruppe bereits sehr zuverlässig.
Interessant für Kontrolle und Werbung
Für interessierte Entwickler steht eine API zur Verfügung, die Verwendungsmöglichkeiten sind breit gefächert. Die Ideen reichen von der Einbindung in Pay-TV- und Video-on-Demand-Dienste, um junge Zuseher am Zugriff auf Content zu verwehren, der nicht für ihre Altersgruppe geeignet ist. Auch für die Werbewirtschaft wäre der Face.com-Algorithmus interessant, denn er eröffnet die Möglichkeit, Commercials auf Basis des Alters gezielt auszuliefern.
Zum Testen steht im iTunes-Store eine iPhone-App namens „Age Meter” zur Verfügung. Diese schätzt das Alter von Personen auf Bildern und selbstgeschossenen Fotos, wobei für jede Auswertung ein kleiner Obolus verlangt wird.

