„Seit 25 wächst die Erkenntnis: Bei der Donau handelt es sich um ein gewaltiges touristisches Juwel, das sorgfältig gepflegt werden muss. Sie hat mehr den je die Kraft, Menschen zusammen zu bringen. Die Donau schafft Erlebniswelten und Harmonie, Begegnungen und europäisches Denken. Ungarn und Budapest verstehen sich dabei als Sinnbild europäischer Kultur und für Budapest ist die Donau das Tor zur weiten Welt.”

Dabei geht es auch um Verkehrs- und Handelspolitik, so die stellvertretende Staatssekretärin im Entwicklungsministerium Dr. Anita Boros. In jeder Hinsicht sollte und muss die Donau als beliebteste Wasserstraße in Europa, ihre Beschiffbarkeit vom Rhein-Main-Donau-Kanal bis ans Schwarze Meer, den Umweltschutz immer beachtend – sprich Hochwasserschutz -, gefördert werden.
Notwendig sind dafür ungarischerseits mehr Liegestellen, die Verlängerung des Aufenthaltes am ungarischen Donauabschnitt durch Anbieten von Vor- und Nachtouren, sprich Programmen in die umliegenden Regionen, durch den Ausbau des Fahrradweges entlang der Donau, so der Staatssekretär im Wirtschaftsministerium Dr. Ádám Ruszinkó sowie die touristische Nutzung des ganzen beschiffbaren Abschnittes, also nicht nur Donauschifffahrten vom Rhein, von der Donau z.B. von Passau oder Wien aus bis Budapest, sondern weiter auf der unteren Donau. In Anlehnung an die Eroberung des Wilden Westens könnte aufgerufen werden: Go South – bis ans Scwarze Meer.
Gerhard Skoff, Leiter von Danube Consulting, der ’Erfinder’ der perspektivischen Donauschifffahrt und somit auch Motor der internationalen Konferenzen – die erste fand mit 20 Teilnehmern in Linz statt, die 20. mit mehreren hundert Vertretern aus Wirtschaft und Politik (seitens der Regierung, der Kommunen, der freien Marktwirtschaft und des Tourismus (sprich Mahart Passnave) statt.
Statistisch erwiesen ist, dass die Teilnehmer von Flussschifffahrten vorrangig ältere, gut situierte Menschen mit höherer Bildung sind. In letzter Zeit kann allerdings ein Verjüngungstrend beobachtet werden. Genauso steht fest, dass 80% aller Ungarnbesucher Budapest als Ziel bezeichnen, das auch vom Wasser aus erlebt werden kann. Budapest sollte das Highlight jeder Donauschifffahrt sein. Vom Rhein bis an die Donau stehen 290 Hotelschiffe bereit, 2016 kommen 16-18 neue hinzu, so Thomas Bogler, Präsident von IG Rivercruise. Kreuzfahrten sind im Aufwind: in Europa unternehmen fünf Millionen Menschen Kreuzfahrten, davon eine Million auf Flüssen. Auf den ’Donau’-Lorbeeren kann und darf man sich trotzdem nicht ausruhen, auch wenn die Donau mit 33 % der Marktführer ist. Auch kleinere Anbieter drängen auf den Markt, so die Mosel, Elbe, Wolga und große wie der Nil und ’Exoten’ in Asien und den USA.
Das Gebot der Stunde lautete ganz aktuell: Sicherheit!

