Hermann Pedit: Ohne Titel (1993)Aus dem umfassenden OEuvre konnten für die drei, eher kleinen Ausstellungsräume einige, leider nur wenige Gemälde ausgewählt werden. Sie sind thematisch geordnet und fesseln den Betrachter mit ihrer Farbenfrohheit. Das starke Kolorit prägt sie unabhängig vom Thema, erschüttert, lässt einen erschauern vor den Gemälden aus dem Zyklus „Nacht der Seele” mit Fundstücken aus Srebrenica und der Gesichtslandschaft einer Flüchtlingsfrau, stimmt versöhnlich was die Meditationslandschaften im mittleren Saal betrifft, und fordert zu Assoziationen mit den Pastelltönen Cezannes, den Landschaften Turners und der Malerei Max Weilers auf.

„Die landschaftsbilderische Seele (…) ist keine Abbildung des Gesehenen, sondern erschafft erneut das erlebte und gesehene Erlebnis, mit einer die Seele bedrückenden Harmonie. Die zum Teil zurückgewischten Flecken, die Wechselfolge der Lasurflächen treiben zu sonderbaren Assoziationen an. Die fernöstlichen (chinesischen) Kaligrafien und der Tanz der seltsamen Figuren werden auf Hermann Pedits Leinwand zu Musik”, sagte Dr. Mihály Borsos.

Der Besucher verweilt gerne vor diesen Werken – und kann das bis zum 30. November 2012 tun.

 HERMANN PEDIT im Art Salon/Társalgó Galérie, 1024 Budapest, Keleti Károly utca 22, werktags  11-18 Uhr, samstags 11-19 Uhr. Siehe auch www.tarsalgo-galeria.hu bzw. facebook.com/artsalonbp