Tausende Privat-PCs
Durch die Vernetzung tausender privater Heim-PCs über das Internet, soll dabei im Endeffekt eine Art „virtueller Supercomputer” entstehen, in dem die einzelnen zur Verfügung gestellten Rechenleistungen gebündelt werden. „Radioastronomie ist eine äußerst datenintensive Wissenschaft. Da wir gerade dabei sind, die nächste Generation von Radioteleskopen zu entwickeln, werden die Ressourcen von Supercomputern, die die immer größer werdenden Datenmengen verarbeiten können, zunehmend stärker gefragt”, betont Quinn.
Wer am SkyNet-Projekt teilnimmt, hilft dabei, „einige der großen Fragen des Universums” zu beantworten, versprechen die ICRAR-Forscher. Technisch möglich wird das Ganze durch eine Software namens „Nereus”, die Informationen von verschiedenen Radioteleskopen in Form kleiner Datenpakete an die heimischen Rechner verschickt. Sobald die Daten dort durchgearbeitet sind, werden sie wieder an den Ausgangsort zurückgeschickt und der Vorgang startet von vorne.
Distributed Computing am Vormarsch
Distributed Computing wird mittlerweile in vielen Bereichen der wissenschaftlichen Forschung eingesetzt. Vor allem bei besonders rechenintensiven Anwendungen wie beispielsweise der Berechnung von Proteinfaltungsvorgängen (pressetext berichtete: http://pressetext.com/news/20080206018 ) oder bei der Suche nach effizienteren Solarzellen (pressetext berichtete: http://pressetext.com/news/20081209003 ) stellen derartige Ansätze eine kostengünstige Alternative zur Anschaffung eines teuren Supercomputers dar.

