Weniger Pädofilie
Ähnlich wie in Österreich (pressetext berichtete) ist auch in Großbritannien die Zahl der gemeldeten Kindesmissbrauchsfälle im Internet zurückgegangen. Mit 600 gefundenen Fällen in Großbritannien hat die Zahl der innerhalb von Online-Shops versteckten illegalen Inhalte allerdings ein nie dagewesenes Hoch erreicht. Die Dunkelziffer dürfte recht hoch sein, da die IWF in den meisten Fällen von Usern informiert wurde, die zufällig über die Missbrauchsfälle gestolpert sind.
Die kinderpornografischen Inhalte werden in der Regel aber so versteckt, dass ein Zufälliges Auffinden unwahrscheinlich ist. „Die Tendenz geht bei pädofilen Netzwerken eigentlich eher weg von Webseiten hin zu geschlossenen Verbindungen. Das könnte auch ein Grund sein, weshalb die Zahlen insgesamt eher rückläufig sind”, sagt Bernhard Jungwirth, Projektkoordinator bei Saferinternet.at, gegenüber pressetext. Die Verstecke in Internet-Läden sind für Außenstehende beinahe ebenso schwierig ausfindig zu machen wie geschlossene Netzwerke.
Anerkennung durch falsche Front
Durch den Anschein, legitime Geschäfte zu machen, erhalten die Verbrecherringe Zugang zu Ressourcen, die einer offensichtlich kriminellen Organisation verwehrt blieben. Die Eröffnung eines Geschäftskontos zum Beispiel wäre für einen normalen Kinderpornoring schwierig. Die Zahl der verschiedenen Quellen für kinderpornografische Inhalte ist in England rückläufig. 2011 waren 440 unterscheidbare Verbreiter aktiv. Allerdings gab es im vergangenen Jahr keinen einzigen Neuzugang.

