Ergo: ART MARKET ist eigentlich schon eröffnet. Bei so angenehmem, sonnigen Spätherbstwetter wie zum Zeitpunkt des Entstehens dieser Zeilen lohnt sich ein Spaziergang mit künstlicherem Erlebnis bestimmt. ART MARKET hat sich unter den ähnlichen Fachmessen und Happenings in Europa etabliert, nicht nur weil es die einzige wichtige Schau zeitgenössischer Kunst in Osteuropa ist, sondern auch weil erstmals mehr ausländische Galerien (über 20) und Künstler ausstellen als ungarische. Erstmals sind so auch Galerien aus Bukarest und Ljubljana anwesend. Es wird ein breiter Kunst-Bogen von Istanbul bis New York und von Tel Aviv bis Wien gespannt.
Diesmal sind die Galerien allerdings nicht geographisch, sondern thematisch gegliedert. Themen sind Migration als gesellschaftliches Phänomen LE GRAND MIGRATION,: Künstler von Kenia bis Afghanistan stellen aus: weiters VISEGRAD4 – die Region der vier Visegrád-Staaten, Polen, Tschechien, Slowakei und Ungarn, deren Galerien repräsentieren diese Region vom Standpunkt ihrer Kreativität mit Gemälden, Photographien, Skulpturen und Installationen; Das sCULTURE-Projekt, das in- und outdoor die Skulptur als Bestandteil der Kultur (deshalb das Mosaikwort sculture) in den Fokus rückt, tut dieses weil die Plastik unter den bildenden Künsten sträflich negligiert wurde und noch wird. ART+ ist berufen, Markt mit Festival zu verflechten, so mit Programmen, Aktionen und Performances verwandter Künste. Deshalb erlaubte ich mir eingangs vom Happening Art Market zu schreiben. (Der in New York lebende Performer András Böröcz ließ sich für seinen Auftritt von der Kunst des Bauhaus-Mitglieds László Moholy Nagys inspirieren.
Gezielt wurden Galerien aus Ländern eingeladen, die bei Art Market 1 und 2 noch nicht dabei waren, so aus Georgien, Kasachstan, der Türkei und Israel.
Der Kunstsammler wird nicht nur zeitgenössische Kunst erwerben können, sondern auch seine Kenntnisse in der Libri Boutique auf Vordermann bringen können. Für sein leibliches Wohl wird gesorgt und wer das Bloggen nicht lassen kann, begibt sich ins Blogger Center, anschließend und zwischendurch in die angekündigten bequemen Ecken, pardon Corner zum Verschnaufen.
Den Kunst-Tag kann jeder nach Belieben in der After Bar ausklingen lassen.
Bis auf die Fachprogramme ist der Eintritt frei.
Alles über Art Market 2013 unter www.artmarketbudapest.hu und www.facebook.com/ArtMarketBudapest

