Die Philatelie Liechtenstein gibt zusätzlich eine landeseigene Europamarke zum selben Thema heraus. Dazu führte sie unter den Auszubildenden der Berufe Grafiker und Polygraf in Liechtenstein einen eigenen Wettbewerb durch. Mit ihrem Entwurf „Grünes Umdenken“ (Wertstufe CHF 1.50) konnte Aurora Corrado die Jury überzeugen. Ihre Briefmarke kann auch auf dem Kopf stehend verwendet werden und wurde auf dem 16er Bogen abwechselnd so platziert. 

SEPAC Gemeinschaftsausgabe – Vier Jahreszeiten

Die SEPAC ist ein Zusammenschluss von 14 kleinen Postgesellschaften Europas, die regelmässig Wertzeichen zu gemeinsamen Themen veröffentlichen. Gestalter Hans Peter Gassner hat die liechtensteinische SEPAC-Marke „Vier Jahreszeiten“ (Wertstufe CHF 1.50) grafisch umgesetzt. Sie teilt sich in gleich große Bereiche, die im Uhrzeigersinn angeordnet den Winter, Frühling, Sommer, und Herbst darstellen. Eine Palette mit Farbfeldern symbolisiert dabei die jeweilige Jahreszeit. Auf den in Silber gehaltenen 10er Kleinbogen wurde zudem der Begriff „vier Jahreszeiten“ in allen Sprachen der Mitgliedsländer aufgedruckt.

Maler aus Liechtenstein – Alois Ritter


Der Fürstliche Musikdirektor Alois Ritter (1910–86) war Lehrer und widmete einen großen Teil seines Lebens der Musik. Daneben beschäftigte er sich mit der Malerei. Er brachte sich verschiedenste Techniken selbst bei und erstellte Skizzen, Stillleben, Ölbilder und vieles mehr. Der Liechtensteiner malte gerne in der freien Natur, aber auch nach eigenen Entwürfen in seinem Atelier. Die Philatelie weist mit dieser Sonderausgabe einmal mehr auf die Arbeit eines einheimischen Kunstschaffenden hin. „Ruggeller Riet 1951“ (Wertstufe CHF 1.00) ist ein Ölbild, das triesner Motiv „Im Bofel 1986“ (Wertstufe CHF 2.00) wurde als Aquarell gefertigt.

Archäologische Fundstücke: Gebrauchsgegenstände

Die mehrteilige Briefmarkenserie über archäologische Fundstücke in Liechtenstein zeigt in dieser Ausgabe drei Gebrauchsgegenstände. Der Dolch (Wertstufe CHF 1.00) wurde in der Jungsteinzeit (4. Jt. v. Chr.) aus Silex, dem Stahl der Urgeschichte, hergestellt. Die lanzettförmige Klinge mit abgebrochener Spitze weist eine Länge von elf Zentimetern auf, der organische Griff fehlt. Aus der Spätbronzezeit (12. Jh. v. Chr.) stammt das Rasiermesser (Wertstufe CHF 1.50). Kennzeichnend sind sein grosses Blatt und der ovale, unverstrebte Rahmengriff mit Endring. Aus Bronze gefertigt ist das Lappenbeil (Wertstufe CHF 2.00) aus der Hallstattzeit (5. Jh. v. Chr.). Die beiden Lappen und die Öse dienen zur Fixierung der Klinge am nicht mehr erhaltenen Holzstiel.

Bäume

Eine Dauermarkenserie mit Bäumen läutet eine Neuheit ein: Erstmals gibt Liechtenstein Wertzeichen im Kleinformat 24.75×27.2 Millimeter auf 40er Bogen heraus. Die Briefmarken sollen insbesondere überall dort Anwendung finden, wo viele Postsendungen frankiert werden müssen. Als Motive für die Selbstklebemarken wurden in Liechtenstein vorkommende, freistehende Bäume ausgewählt: Eiche (Wertstufe CHF 0.85), Trauerweide (Wertstufe CHF 1.00), Walnussbaum (Wertstufe CHF 1.50), Zitterpappel (Wertstufe CHF 1.70) und Birke (Wertstufe CHF 2.00).

Die neuen Briefmarken sind ab dem 7. März 2016 in allen Poststellen und bei der Philatelie Liechtenstein erhältlich. Internet: www.philatelie.li 

5. offizieller Kollektionsbogen


Zwei­mal jähr­lich er­schei­nen zu spe­zi­el­len An­läs­sen die of­fi­zi­el­len Kol­lek­ti­ons­bo­gen «dieMarke.​li» Diese Bogen, wel­che je­weils zehn ver­schie­de­ne Mo­ti­ve im Zu­sam­men­druck ent­hal­ten, sind eben­falls post­gül­tig, er­schei­nen kom­plett un­ab­hän­gig und ste­hen in kei­nem Zu­sam­men­hang zu den of­fi­zi­el­len Brief­mar­ken­aus­ga­ben des Fürs­ten­tums Liech­ten­stein.
Der 5. of­fi­zi­el­le Kol­lek­ti­ons­bo­gen ­«dieMarke.​li» er­scheint aus An­lass der Aus­stel­lung «Hy­per­sym­metrics» von Jens W. Bey­rich im Kunst­mu­se­um Liech­ten­stein. Die Mar­ken zei­gen geo­me­tri­sche Struk­tu­ren, wel­che auf vom Künst­ler ent­wi­ckel­ten Al­go­rith­men ba­sie­ren. Auf­grund die­ser ma­the­ma­ti­schen Basis wird kein Bogen wie der an­de­re sein, somit wird auch jede ein­zel­ne Brief­mar­ke die­ser Auf­la­ge völ­lig ein­zig­ar­tig sein!  (Erhältlich bei der Philatelie Liechtenstein.)