Was die Geschichte und Tradition betrifft, haben die Schweizer einiges zu bieten: in den Schweizer Alpen wurde vor genau 150 Jahren der Wintertourismus ’erfunden’. Und das kam so: der Hotelier Johannes Badrutt in St. Moritz ging im Herbst 1864 mit englischen Sommergästen die Wette ein, dass sie auch im Winter phantastische Ferien in seiner Region erleben werden.

Die Engländer probierten es und reisen seither das ganze Jahr über in die Schweiz, speziell nach Graubünden bzw. St. Moritz, das seither als ’Erfinder’ des Wintertourismus gilt.

Was die Stereotypien betrifft, reisen gerade derentwegen viele Ausländer zur Sommer- und Winterfrische ins Alpenland: Pünktlichkeit, Präzisität, Erfindergeist, alles funktioniert wie am Schnürchen, hervorrangede Küche und, und, und.

Und wenn all das nicht zu 100 Prozent stimmt, bleibt beim Gast doch nur das Positive und die Superlative hängen; die Schweiz darf die steilste Standseilbahn, den höchstgelegenen Bahnhof (auf dem Jungfernjoch), 29 Skipisten über 900 m, aber auch den langsamsten Schnellzug der Welt und dass sie eines der größten Länder der Welt ist (nämlich wenn man alle Täler und Berge flach ausbreiten würde) ihr eigen nennen.

Was die sportiven Wintertraditionen betrifft, darf darauf hingewiesen werden, dass die Eidgenossen schon vor dem historischen Datum 1864, nämlich in den 30er-40er Jahren des 19. Jahrhunderts in die Berge kletterten, es bei Davos die ersten Eis-Schlittschuh-Laufbahnen gab, 1905 das erste Skiturnier organisiert wurde.

Die Schweiz ist keine billige, allerdings wenn und weil das Preis-Leistungsverhältnis stimmt, eine beliebte Urlaubsdestination. So auch für ungarische Gäste. 80-90 000 ungarische Übernachtungen in gewerblichen Unterkünfdtigen werden jährlich gezählt. 2013 konnte ein Zuwachs von 18 Prozent verzeichnet werden, im laufenden Jahr hat sich das Wachstum verlangsamt, so dass sich die Tourismusmananger auch in dieser Relation immer etwas Neues einfallen lassen müssen. Hinzu kommt auch, dass 60 Prozent der Ungarn lieber im Sommer denn im Winter Ferien in der Schweiz verbringen.

Design & Lifestyle Hotel: Backstage Hotel Vernissage, Zermatt.

Neu und außergewöhnlich, in erster Linie für ungarische Gäste, aber bestimmt nicht für alle, so sollten sie sich z.B. für eine oder mehrere Übernachtungen in einem Iglu-Hotel im Iglu-Dorf bei Engelberg südlich von Luzern entscheiden. Das ist Abenteuer & Luxus pur. Das Übernachtungsangebot ist vom extremen Iglu-Hotel abgesehen breitensten gefächert: vom traditionellen Chalet, 4- und 5-Sternehotel bis zu an Raumstationen erinnernden Design- und Lifestyle-Hotels.

Neu im sportiven Angebot sind z.B. der Peak Walk zwischen den Gipfeln, Ice Magic in Interlaken, ja sogar Ski-Yoga in St. Moritz oder die Fahrt mit dem Pistenbully, um persönlich zur optimalen Piste beitragen zu können.

Hotel De Rougemont, Rougemont*****. Eröffnung Dezember 2014; 33 Zimmer/5 Aparteman.

Und wie der ungarische Gast in die Schweiz gelangt, wenn er die 1000 km nicht  im PKW bewältligen will? Ganz bequem mit der Bahn: die Verbindung Budapest-Zürich wird zweimal täglich hergestellt, eventuell mit dem Flugzeug oder einfach lässt man sich alles von Reisebüros (z.B. Neckermann) organisieren.

Alles und noch mehr über Winterferien bei den Eidgenossen unter MySwitzerland.