Eindrücke, eigentlich Gemeinplätze, die jeder kennt und die trotzdem zu einer Verschnaufpause einladen, weil sie dem Wiener und Touristen in der Kaiserstadt Altbekanntes oder aber auch absolut Neues lebendig machen.
Genie oblige.
Ein Nobelpreis für das Gemüse der Nation. Wenn nicht für den Turm, dann wäre Eiffel für den Bahnhof bekannt. Das waren nur drei der 18 Titel, unter denen in Bild und Wort informiert wird, über Franz Liszt, das Genie, die Paprika, die, vereinfacht ausgedrückt, Albert Szent-Györgyi den Nobelpreis für Medizin bescherte. (Er isolierte die Ascorbinsäure und identifizierte sie als das schon bekannte Vitamin C. 1937 erhielt er dafür den Nobelpreis.) Und was Eiffel betrifft, ist er der Baumeister des Budapester Westbahnhofs.
Was der ungarischen Botschaft in Wien, dem Collegium Hungaricum und dem Wien-Büro des Ungarischen Tourismusaamtes gelungen ist, ist einmalig: am Michaeler Platz gab es bislang noch nie Ausstellungen und er soll auch nicht zum open air-Schauplatz avansieren. Es loht sich also, vor der Ungarnschau zu verweilen, sich in die Texte über ungarische Geschichte, die Kettenbrücke oder aber Kaiserin Elisabeth die eine besondere ’Schwäche’ für Ungarn hatte, zu vertiefen.
Die paar Minuten am Michaeler Platz könnten auch zum Apropos für eine, die nächste Ungarnreise avansieren. 750 000 österreichische Nächtigungen 2010 in Ungarn wurden registriert (allerdings 1,5 Millionen ungarische in Österreich). Es besteht also Nachholbedarf. Und die ungarischen Tourismusmanager haben eine bestimmte Zielgruppe im Visier. Zwei Drittel der Österreicher, die Urlaub in Ungarn machen, gehören der Altersgruppe 60 + an. Das ist gut, sie verbringen nicht nur ein paar Tage, sondern mehrere Wochen in den Kurbädern in Westungarn, in Hévíz, Sárvár und Bük.
Als Reiseziele in Ungarn liegen der Balaton und Budapest auf den folgenden Plätzen, und Ostungarn scheint noch immer touristisches Niemandsland zu sein. Das muss geändert werden. Und was die Zielgruppe betrifft: junge Leute sollen angesprochen werden: das geschieht z.B. vom 17.-26. Juni auf Hungary Beach 2011, dem Festival in der Strandbar Herrmann in Wien 3., Herrmannpark.

