So durfte sich aber auch das musikliebende Budapester Publikum auf die regelmäßigen Konzerte im Palast der Künste (ungarisches Kürzes MűPa) einstellen. Im Rahmen der Jubiläums-Konzertreihe wird für den 8. April ein besonderes musikalisches Schmankerl vorbereitet. (Jubiläum? Der Vorgänger des Orchesters, der den sperrigen Namen Gesellschaft von Tonkünstlern und Choristen trug, wurde 1811 gegründet. Die Pannoniker sind demnach runde 200 Jahre alt, starteten ihre Konzertreihe zum Jubiläum schon 2010 (tja, weil Pécs-Fünfkirchen 2010 Kulturhauptstadt Europas war) und beenden sie im Dezember dieses Jahres.)
Was das so apostrophierte Schmankerl betrifft: Maestro Krzysztof Penderecki steht höchstpersönlich am Dirigentenpult. Er dirigiert seine 2. Symphonie; weiters auf dem Programm: Schostakowitsch: 6. Symphonie in h-moll, op. 54.
Mit der 2. Symphonie (1980) vollzog Penderecki die Rückkehr zur Romantik, wendete sich von der Avantgarde ab. Das wurde von der Kritik wohlwollend, von den Musikliebhabern erfreut begrüßt. Am besten, schönsten, vollkommensten klingen die Pendereczki-Werke, wenn der Maestro sie selbst dirigiert. Dafür sind nun alle Voraussetzungen gegeben: 8. April, 19.30 Uhr im Konzertsaal Béla Bartók im Palast der Künste. Dem selbstgewählten Motto ’seit 200 Jahren europäisch’ entsprechend, werden die Pannonischen Philharmoniker alles geben, dass dieser Abend nicht so bald vergessen werden kann; ein musikalischer Höhepunkt, pardon neudeutsch ein highlight.

