Steiermark: Murau im Sommer.Die Ungarn mögen die Steiermark im Winter zum Skilaufen, oder um nach Mariazell zu wallfahrten; das Wandern müssen viele noch entdecken. Dafür ist 2011 der ideale Zeitpunkt, denn 2011 ist das Internationale Jahr der Wälder, 
so die UNO, und das passt haargenau ins touristische Angebot der Steiermark. Sie rühmt sich ihrer 61 Prozent Wald, die meisten Waldflächen in Österreich, und dieser Wald sollte auch von ausländischen Gästen, so den Nachbarn erkundet werden. 

Jeder entdeckt das seinem Gusto und seiner Kondition gerechte Angebot: Frau/Man/n kraxele auf den ’nur’ 2.277 m hohen Hochschwab oder wähle die bequemere Via Natura durchs Murtal. Entlang der Mur kann man aber auch bis nach Slowenien radeln, insgesamt 425 km! Waldangebote gibt es natürlich auch für Familien mit Kindern, die, sollten sich die Kleinen beim Genießen der Apfelblüte langweilen, eventuell mit ihrem ersten Ballonflug gnädig gestimmt werden.

Steiermark: Romantik im Schlafzimmer.Wenn Wald, dann auch Wiese, ländliche Idylle. Und dafür wurde die gute alte Sommerfrische als brandneu 
wiederntdeckt. (Dass mir bzw. den ungarischen Tourismusverantwortlichen so was nicht einfällt!?)  Ein verlängertes Wochenende und schon hat man im Schoße von Mutter Natur neue Kräfte getankt. Das wurde anno schon von Sisi, Josephine Baker oder Sigmund Freud praktiziert. Die Hochsteiermark ist von Budapest gerade mal einen Katzensprung, nämlich 3 Fahrtstunden entfernt. Der Stadtmensch weiß erst vor Ort, was er sich schon viel früher hätte genehmigen sollen: tiefen, gesunden Schlaf, den die Luftkurorte ab 500 m Seehöhe gewährleisten, sportliche Betätigung, Auffrischen der Kenntnisse über Pflanzen und Tiere. Apropos: ein Kochkurs ist da das Richtige, und aus 
den vielen vergessenen und wiederentdeckten Kräutern bereitet man dann den Wiesendudler für die anstrengende Tour am nächsten Tag zu. (9 verschiedene Kräuter, vom Spitzwegerich bis zum Tausendschönchen und von der Wiesensalbei bis zur Brennnessel werden mit kochendem Wasser übergossen. 10 Minuten ziehen lassen, mit Zitronensaft und Honig oder Zucker abschmecken. Zum Wohl!

Wenn Wald, dann auch Holz. Die Basisinformationen erhält der wissbegierige Wandertourist im Holzmuseum in St. 
Ruprecht. Zum Jahr der Wälder wurde die Ausstellung „Lärche und Wasser” organisiert. Gewappnet mit den 
Kenntnissen über die Rolle des Waldes für den Umweltschutz, die Wirtschaft, die Freizeit usw. begibt man sich 
automatisch auf die Steirische Holzstraße, um möglichst alles nachzuprüfen…

Dem Jahresmotto entsprechend serviert die Oststeiermark ihre kulinarischen Köstlichkeiten in Picknickkörben, die 
man österreichweit in Gärtnereien und Weinbergen genießen kann. Die Oststeiermark versteht sich als Garten 
Österreichs und lädt gezielt in den Permakulturgarten, den Vitamingarten, den Weingarten und Blumengarten u. a. 
Gärten ein. 

„Meine erste Reise in den Garten Österreichs bleibt mir unvergesslich”, schreibt der Nationalratsabgeordnete Jochen 
Pack im aktuellen Oststeiermark-Baedeker. 

„…Ich war in einem Märchenland angekommen.” Das hatte wohl auch Béla Bartók entdeckt, der sich vor 90 Jahren 
zur Sommerfrische in der Oststeiermark aufgehalten hat. Der 20. Mai 2011 steht in Anger und Umgebung ganz im 
Zeichen  dieser Erinnerung. Auf Béla Bartóks Spuren können alle wandeln, die ihre Hommage an den Komponisten 
mit einem Sommerfrische-Wochenende in der Oststeiermark verbinden wollen. 

Diese Zeilen mögen als „Steiermark-Kostprobe” verstanden werden. Die deftig-leckeren Köstlichkeiten aus Küche 
und Keller der Steieermark genieße Frau/Mann erst nach Absolvieren des ’kräftezehrenden’ Wander- und Wellness-
und Kultur-Programms.