Dániel Krizsán vom Ungarndeutschen Bildungszentrum in Baja setzte sich mit seinen Argumenten gegen die Mitstreiter durch. Gemeinsam mit der zweitplatzierten Szvetlána Glöckl vom Deutschen Nationalitätengymnasium in Budapest vertritt er Ungarn beim Internationalen Finale des deutschsprachigen Wettbewerbs.

Die Teilnehmer - Gruppenbild

Engagiert und kontrovers, aber auch fair und sachlich ging es zu beim dritten ungarischen Landesfinale von Jugend debattiert international. Vier junge Redetalente lieferten sich im Budapester Goethe-Institut spannende Wortgefechte pro und contra Abschaffung der Teilnahmepflicht an öffentlichen Arbeitsprogrammen für Sozialhilfeempfänger. Dániel trat überzeugend  für die Abschaffung ein und beeindruckte die Jury mit seinen rhetorischen Fähigkeiten. Von den erworbenen Debattierkenntnissen in deutscher Sprache können Dániel und Szvetlána nicht nur in ihrem weiteren Leben, sondern auch beim Internationalen Finale des Wettbewerbs in Budapest Gebrauch machen. Dort kommen sie im Oktober mit den besten Debattanten aus Estland, Lettland, Litauen, Polen, Russland, Tschechien und der Ukraine zusammen.

Jugend debattiert international will Jugendliche in Mittel- und Osteuropa dazu anregen, sich mit aktuellen gesellschaftspolitischen Themen kritisch auseinanderzusetzen. Beim Debattieren auf Deutsch können die Schüler ihre Fremdsprachkenntnisse zum Einsatz bringen und verbessern. „Heute findet hier zwar ein Debattierwettbewerb statt, aber man kann schon jetzt sagen, es gibt keine Verlierer dabei, sondern nur Gewinner“, würdigte der Vorsitzende der ungarisch-deutschen Parlamentariergruppe Dr.Andor Nagy die Teilnehmenden in seinem Grußwort beim Landesfinale.

Die Finalisten.

Jugend debattiert international findet in Ungarn seit 2010 statt, in diesem Schuljahr haben knapp 200 Schüler an 8 Schulen daran teilgenommen.

Jugend debattiert international – Länderwettbewerbe in Mittel- und Osteuropa“ ist ein Projekt des Goethe-Instituts, der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“, der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung und der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen. In Ungarn wird das Projekt durch die Konrad-Adenauer-Stiftung und die Fraktion Greens/EFA im Europäischen Parlament unterstützt.