Das Prinzip der Sortiersoftware ist denkbar einfach: Per Webcam werden dunkle Flecken auf den Kartoffeln erkannt, die verdorbene Ware wird dann entfernt. Das besondere an dem System ist jedoch die eingebaute künstliche Intelligenz. Die Maschine arbeitet nicht nach vorgegebenen Parametern, sondern orientiert sich am Beispiel menschlicher Vorbilder und lernt so verdorbene Kartoffeln zu erkennen.
„Bestehende Computersysteme mussten programmiert und kalibiert werden. Unser System dagegen lernt am Beispiel eines menschlichen Experten”, sagt Tom Duckett von der University of Lincoln, wo die Sortiersoftware entwickelt wurde. Für den Bau des Systems verwendeten die Forscher lediglich günstige Technik aus dem Elektronikhandel – das reiche auch für den Einsatzzweck.
Kein Killer von Jobs
Geht es nach den Entwicklern, soll die Technologie in Zukunft nicht nur bei Kartoffeln, sondern auch bei anderen Gemüse- und Obstsorten zur Anwendung kommen. Dass dadurch Menschen völlig aus dem Arbeitsfeld verdrängt würden, glauben sie nicht. Immerhin müsse es immer noch jemanden geben, der den Systemen das Sortieren „beibringen” kann.

