Während es anno nur MIRELITE-Lebensmittel in den Tiefkühltruhen der Lebensmittelläden gab, müssen sich diese heutzutage, und schon seit 25 Jahren, gegen die ausländische Konkurrenz durchsetzen. Übrigens: MIRELITE ist ein Mosaikwort entstanden aus den Anfangsbuchstaben des Herstellers Mezőgazdasági Ipar Rt. – Landwirtschaftliche Industrie-AG + ELITE, und auf Elite, d.h. Qualität wird auch heute gesetzt.

MIRELITE, 1945 gegründet, ist runde 70 Jahre alt, und diesem Geburtstag ist eine Ausstellung im Ungarischen Museum für Handel und Gastgewerbe, ungarisches Kürzel MKVM (Budapest, 3. Gemeindebezirk, Korona tér 1) gewidmet. Diese als Wanderausstellung durch Ungarn geplante Schau ist allerdings mehr als eine Ausstellung. Sie darf als Hommage an die ungarische Kühlindustrie verstanden werden, das erste Kühlhaus wurde 1906 errichtet, als erstes in Europa und als zweites weltweit nach den USA.

Die Ausstellung ist dreigegliedert: Geschichte des Brands MIRELITE, Handel und Verbraucher mit der Einrichtung einer Küche wie sie ältere Ungarn aus den 60er-70er Jahren kennen.

Seit 2010 wirtschaftet Mirelite als Familienunternehmen (MIRELITE MIRSA Zrt.), wozu der Vorstandsvorsitzende Dr. József Losó anlässlich der Ausstellungseröffnung betonte, dass dieser Brand für Qualität bürgt. Von den Erzeugern aus der Region gelangt die Ernte, Obst und Gemüse, sofort in den Kühlbetrieb und wird bei –22°C auch nach einem Jahr frisch und mit Minimalverlust an Vitaminen und Mineralstoffen erhältlich, zubereitbar und genießbar sein. 15 000 t Tiefkühlkost werden jährlich hergestellt, die zu 60-40% auf dem ungarischen Markt bzw. im Ausland (in 60 Ländern) abgesetzt wird.

Das Angebot besteht außer küchenfertigem Gemüse und Obst natürlich auch aus Halbfertig- und Fertiggerichten, die einfach nur aufgetaut werden müssen, so z.B. mein Favorit Marillenknödel (im Sortiment sind auch mit Zwetschkenmus, Weichseln, Schokolade und Schoko-Weichseln gefüllte Knödel) und Obsttorten). Wer des Ungarischen mächtig kann sich aus dem Heftchen mit MIRELITE-Retrorezepten inspirieren lassen. Beim Inspizieren der Tiefkühltruhen in den Lebensmittelläden suche man das MIRELITE-Maskottchen, den kleinen Eskimo mit der Sonne auf dem Tablett.

An dieser Stelle seien auch die Dauerausstellungen im Museum in Óbuda erwähnt, die eine Reise in die Geschichte des Handels und des Gastgewerbes, der Gastlichkeit (Auf Gäste wartend….) versprechen, in Ungarisch und Englisch, die MIRELITE-Ausstellung (bis 11. Mai) beschränkt sich leider auf die ungarische Beschriftung. 

Mehr zum Thema auf www.mirelitemirsa.hu auch in Englisch.

Das Museum befindet sich in einem der wenigen für das alte Óbuda typischen ebenerdigen Häusern, das einen Hauch des ’ungarischen Grinzing’ ausstrahlt.