Beeinflusst durch die Strömung legte der bekannte technische Taucher und Gründer des Tauchverbandes InnerSpace Explorers dabei eine Strecke von 55 Kilometern zurück bei einer durchschnittlichen Tauchtiefe von 20 Metern. Beim Unterqueren der stark befahrenen Schifffahrtsrinne im Ärmelkanal musste Schlöffel kurzfristig auf 54 Meter abtauchen.

Ein komplexes Zusammenspiel aus technisch hochwertigen Ausrüstungskomponenten, einer logistischen Meisterleistung des Projektteams bei der Planung von Strömung und Navigation sowie nicht zuletzt Mut und Durchhaltevermögen des Profitauchers haben das ambitionierte Projekt zum erfolgreichen Abschluss geführt.

Der frischgebackene Weltrekordhalter zeigt sich begeistert: „An dem Versuch, den Ärmelkanal zu durchtauchen, sind schon einige Taucher gescheitert. Mit dem erfolgreichen Tauchgang haben wir bewiesen, dass die Technik für anspruchsvolle Explorationstauchgänge gereift ist, es aber auch auf ein starkes Team bei der Planung und Logistik und natürlich auch körperliche und mentale Stärke beim Tauchgang selber ankommt.”

Die Aspekte, mit denen der Tauchprofi am meisten zu kämpfen hatte, waren die geringe Sichtweite, die beim Einstieg bei unter einem Meter lag sowie die Lärmbelästigung durch Frachter und Tanker in der Schiffahrtsrinne: „Wenn man unter Wasser die eigene Hand nicht vor den Augen sieht und dabei keine Sekunde die Konzentration verlieren darf, ist das schon extrem anstrengend. Wenn dann aber noch ein Geräuschpegel hinzukommt, als würde gerade ein Düsejet direkt neben dem Kopf landen, dann ist das unerträglich.”

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