Die in den letzten Monaten geführten Verhandlungen zwischen MÁV und ÖBB wurden erfolgreich abgeschlossen. Rail Cargo Hungária hat in den letzten Jahren durch weitreichende Massnahmen die internen Prozesse angepasst, Produktivität gesteigert und das Ergebnis durch massive Kostensenkungen verbessern können. Für beide Unternehmen ist die Kooperation ein nächster wichtiger Schritt zur Stabilisierung des Bahngüterverkehrs in Ungarn und der Sicherung von Arbeitsplätzen. Die Preise der von der MÁV zugekauften Leistungen werden nun stabil und langfristig planbar, eine wichtige Erfolgsvoraussetzung im immer intensiver werdenden Marktwettbewerb. Eine verstärkte Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene ist damit erzielbar.
Rail Cargo Hungária: Marktführer im ungarischen Güterverkehr
Durch die heute unterzeichnete Absichtserklärung mit MÁV Trakció konnte ein wesentlicher Schritt zur Stabilisierung der Produktionskosten und der Aufrechterhaltung des regionalen Bediennetzes gesetzt werden. Für MAV Trakció ist damit über die nächsten Jahre die Stabilität in der Nachfrage nach Lokomotiven für den Güterverkehr gegeben.
Im Bereich der Fahrzeuginstandhaltung kann durch die Gründung eines Joint Ventures ein beidseitiger Vorteil generiert werden. Neben Kosten- und Qualitätseffekten wird auch die Auslastung und damit den Erhalt des Werkstättennetzes sichert, eine Voraussetzung für die zeitnahe Instandsetzung von Wagen und Lokomotiven. Für Ungarn und die MAV Gépeszet ist dies ein wichtiger Beitrag für die Sicherung von Arbeitsplätzen in den Regionen.
Die Zusammenarbeit bedeutet für beide Unternehmen eine Stabilisierung ihrer Position am ungarischen Markt, aber auch im gesamten südosteuropäischen Raum und kann als Plattform für eine weitere Expansion dienen. Dabei nimmt Ungarn wegen der vorteilhaften geographischen Lage, sowie der vorhandenen Infrastruktur eine bedeutende strategische Rolle ein. Die ÖBB können mit ihren Unternehmen Rail Cargo Austha sowie der ungarischen Tochter Rail Cargo Hungária in dieser Region bereits eine starke Marktposition aufweisen. Durch die Kooperation mit der ungarischen Staatsbahn sind sie noch besser für einen weiteren Ausbau der Marktführerschaft gerüstet.
ÖBB: Österreichs größter Mobilitätsdienstleister
Als umfassender Mobilitätsdienstleister sorgt der ÖBB-Konzern österreichweit für die umweltfreundliche Beförderung von Personen und Gütern. Mit konzernweit rd. 42.500 Mitarbeiterinnen (inkl. Lehrlinge 44.125) und Gesamterträgen von rd. 6,1 Mrd. EUR ist der ÖBB-Konzern ein wirtschaftlicher Impulsgeber des Landes. Im Jahr 2010 wurden von den ÖBB 460 Mio. Fahrgäste und 132,9 Mio. Tonnen Güter transportiert. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.

