Gleichzeitig ist sie Teil eines weit grösseren Bauprojekts: einer ansonsten unterirdisch verlaufenden Dampfleitung, mittels derer drei Liechtensteiner Industriebetriebe mit Prozessdampf aus der Kehrichtverbrennungsanlage Buchs versorgt werden.

Die 1965 errichtete, täglich stark befahrene „Rheinbrücke“ (CHF 1.40) „Bendern-Haag“ (Wertstufe 1.90) ist das zweite Motiv der aktuellen Ausgabe. Die erste Brücke an diesem Rheinübergang war aus Holz und entstand 1868, nachdem der Fluss an dieser Stelle zuvor nur auf Fähren überquert werden konnte. Auf dem Kleinbogen wurden zu jeder der beiden Brücken zwei in Wert und Format unterschiedliche Sondermarken zusammen gedruckt. Die Fotografien stammen von Bruno Köpfli.
Die Philatelie würdigt den 175. Geburtstag des 1839 in Vaduz geborenen Komponisten und Pädagogen Josef Gabriel Rheinberger mit einer von Cornelia Eberle gestalteten Sondermarke. „Portrait“ (Wertstufe CHF 1.40) zeigt das Konterfei Rheinbergers, umrahmt von handschriftlichen Notationen und Aufzeichnungen des Musikers.
Bereits als Siebenjähriger war Rheinberger als Organist in seinem Heimatort tätig und kam mit zwölf Jahren zur Ausbildung an das Münchner Konservatorium. Im Alter von 19 Jahren bot ihm das Konservatorium eine Dozentur an, die er bis kurz vor seinem Tod 1901 ausübte.
Mit dieser Ausgabe schlägt die Philatelie einmal mehr eine Brücke zwischen der traditionellen Kunst der Briefmarkenherstellung und der digitalen Welt von heute: Scannt der Betrachter die Marke mittels einer speziellen App, erscheint auf seinem Smartphone bzw. Tablet ein Video über Rheinberger.
Die Philatelie bedient sich dafür der Augmented Reality (AR)-Technologie, die bei Neuausgaben von nun an regelmässig zum Einsatz kommen soll. Die entsprechenden Briefmarken werden am unteren Rand jeweils mit dem Vermerk „AR“ -gekennzeichnet sein. Die dafür benötigte kostenlose App ist für Apple- und Android-Geräte erhältlich.
„Aus Dankbarkeit für die Hilfe Liechtensteins“ vermachte Geneviève Louise Marthe Bertrand dem Liechtensteinischen Landesmuseum 2010 ein spätgotisches Altartriptychon. Es ist nicht bekannt, wann und auf welche Art sie diese Hilfe erfahren hatte.

Die 2009 in Genf verstorbene Stifterin hatte den dreiteiligen Flügelaltar an einer Auktion Anfang der 1950er-Jahre in Luzern ersteigert. Auf dem Innenflügel evangelienseitig (links) ist der Hl. Martin zusammen mit einem Bettler und dem „Hl. Sebastian“ (Wertstufe CHF 2.00) abgebildet. Das Mittelbild zeigt den Hl. Joachim mit Gefolge sowie die „Hl. Anna und Hl. Maria mit Jesuskind“ (Wertstufe CHF 6.00) und den Hl. Josef. Der „Hl. Christophorus mit Jesuskind“ (Wertstufe CHF 1.00) und ein Bischof befinden sich auf dem Innenflügel epistelseitig (rechts) des Altars.
Der exquisite Sonderblock wurde von Stéphanie Keiser gestaltet. Durch Zusammenfalten des Papierbogens legen sich drei Rahmen in Form von Passepartouts über die Briefmarkenmotive und rücken so jedes einzelne in den Vordergrund. Faltet man den Sonderblock auseinander, wird auf der Innenseite das vollständige Altargemälde sichtbar.
Jährlich geben die Mitgliedsstaaten der Organisation der europäischen Postunternehmen, PostEurop, je eine Briefmarke zu einem gemeinsamen Thema heraus. 2014 richten sie ihren Fokus auf Musikinstrumente. Die Philatelie Liechtenstein hat für die diesjährige Europamarke eine historische „Trommel“ (Wertstufe CHF 1.40) ausgewählt. Im Hintergrund der von Armin Hoop gestalteten Sondermarke befinden sich die Noten eines Trommelstreichs namens „Franzosen-Tagwacht“.
Die Landsknechttrommel aus der Zeit um 1760 gehörte der Liechtensteinischen Garde und wurde von einem unbekannten Meister angefertigt. Sie befindet sich heute im Besitz der Sammlungen des Fürsten von Liechtenstein; erworben hatte sie Fürst Joseph Wenzel I. von Liechtenstein (1696–1772). Mit ihrem knapp 45 Zentimeter hohen, auffallenden Messingkorpus, der das Wappen des Fürstenhauses von Liechtenstein zeigt, hebt sie sich optisch von den damals üblichen Holztrommeln ab.


