Der 28. Februar ist der Tag der seltenen Krankheiten; WHO und EU fordern an diesem Tag zur gezielten Information auf. PHA Europe, die Europäische Organisation für Bluthochdruck des Herz-Lungenkreislaufes und der Lunge startete  in elf europäischen Großstädten, so auch Budapest die „Blue Lips Breathtaking Campaign”. Junge Leute mit weiß geschminkten Gesichtern und blauen Lippen lockten auf den Platz gegenüber dem Westbahnhof, wo der Kardiologe Dr. Kristóf Karlocai über die Krankheit informierte und Fragen beantwortete.

Fällt es Ihnen schwer, in den dritten Stock zu gehen? Schnappen Sie nach Luft? Leiden Sie an Atemnot? Sind Sie müde und antriebslos? Oder verfärben sich Ihre Lippen blau?  Es könnten die Symptome für diese seltene Krankheit sein, und wenn sich die Lippen blau verfärben, dann ist es schon sehr, sehr spät, vielleicht zu spät, denn die pulmonale Hypertonie kann nicht geheilt, nur behandelt werden, je früher, desto besser. Die Symptome werden oft mißgedeutet: Wer ist nicht müde und lustlos, gerät leicht außer Atem?

An dieser Krankheit leideni n Ungarn ungefähr 300 Personen. Sie werden medikamentös (von acht in Europa zugelassenen Medikamenten sind in Ungarn vier erhältlich, d.h. werden verschrieben), als Inhalation bzw. Infusion behandelt (letztere wird in Ungarn nicht angewendet, wohl weil sie kompliziert, aber auch sehr teuer ist). Die betroffenen Patienten gründeten vor drei Jahren ihren Verband Tüdőér Egylet, um sich gegenseitig beizustehen, zu informieren und ihre Interessen zu vertreten. Prävention gibt es nicht.

Es gibt den angeborenen Herzfehler, wenn sich sauerstoffreiches und zum Herz zurückgeführtes Blut vermischen. Die meisten späteren ph-Patienten werden aber irgendwann krank, z.B. durch ein Blutgerinsel in der Lunge. Bewusst gesund leben lohnt sich immer, aber nicht als gezielte Vorbeugung des Bluthochdrucks im Lungenkreislauf.