Pavol Breslik és Irina Lungu.… an einer riesengroßen Leinwand bereits vom Anfang ansehen, was im Zuschauerraum und auf der Bühne geschieht: Wie alles vorbereitet wird, was die Glücklichen, die drinnen sitzen, bald als Teil der Aufführung sehen werden, weil das Haus auch drinnen wohl überfüllt ist. Das Publikum vorbereitet sich noch im Seelen, die Selfies sind jetzt gemacht und in alle Welt versendet.

Während auf der Bühne einige der zukünftigen Darstellern flanieren.

Carlos Álvarez

Es ist hier auch eine moderne Aufführung zu erwarten. Es ist heutzutage Mode alles zu erneuern, im gegenwärtigen Kontext zu zeigen, die Selbstdarstellung des Regisseuren vorzuführen. Dank dem Kulturkanal Mezzo waren mehrere solche Traviata-Vorstellungen zu sehen, in denen mehr von der Welt des Regisseuren als von der Welt Verdis gezeigt wurde.

Die Wiener Aufführung ist auch nicht typisch, aber überhaupt nicht künstlich. Auch wenn bei der berühmten Großarie von Violetta „Brindisi“ anstatt Sekt, Schnaps getrunken wird. Die Umgebung ist nicht luxuriös, sondern eher vorstädtisch. Das Drama wird dadurch noch authentischer.

Dazu hat die Darstellerin von Violetta, die besonders talentierte moldawische Sängerin Irina Lungu auch beigetragen, die auf der Bühne lebt. Am Anfang stumm, durch die Ouvertüre in einem Sessel gesunken. Die weiche Melodie weckt sie auf und die Geschichte ist damit auch wach. Die Schönfrau ist bereit zu erobern. Irina Lungu ist tatsächlich schön, hübsch, graziös, dynamisch und hat eine ausgezeichnete Stimme, zudem ist sie eine gute, ehrliche Schauspielerin.

Alfredo ist der tschechische Tenor Pavel Breslik. Wenn er erobern möchte, wird seine Stimme auch männlicher, ergreifender. Jedoch ist er vielleicht zu betrunken. Es fällt ihm schwer so zu sein.

Der strenge Vater, Germont ist auch anders dargestellt als gewöhnt. Dieser harte Mann manipuliert seinen Sohn, sein Schmerz ist nicht ehrlich, er ist ein Tyrann in seiner Familie. Wie es heutzutage oft vorkommt. Er umarmt seinen Sohn nicht, sondern belastet ihm. Ein Schwindler, der erreicht, was er will und es ist schwer zu glauben, dass er am Ende menschlich wird. Wir bemitleiden diesen Germont, den spanischen Carlos Álvarez nicht für einen Moment. Auch wenn er seine legendäre Arie ganz schön singt.

Irina Lungu és Pavol Breslik.

An diesem Abend ist nur ein starker Mensch, Violetta, die schwache Frau, die stärker als alle Männer ist.

Der Regisseur der Aufführung ist der französische Jean-Francois Sivadier, der bereits mehrere Prosawerke von Molière, Shakespeare und Brecht auf die Bühne gestellt hat bevor er Opern inszenierte. Die dramatische Atmosphäre ist durch die ganze Aufführung zu spüren.

Der Dirigent, der dänische Michael Schonwandt hat erreicht, dass besonders bei den Chorszenen homogene, schöne, starke Klänge ertönen, die Harmonie zwischen Musik und Tragödie.

(Bilder: Wiener Staatsoper / Michael Pöhr)

Unser Schreiben konnte mit der hilfreichen Mitwirkung von comPRess, die Verbindungsbüro der Stadt Wien, verwirklicht werden. Herzlichen dank!