
„Newsgroups und Online-Foren sind die frühen Vorreiter dieses Systems. Die Menschen waren schon immer bestrebt, sich in gleichgesinnten Gruppen einzufinden”, erklärt Hübner. Auf Vingle können die User Gruppen beitreten, die sich auf spezielle Themen wie Modelabels, Fußballvereine oder nur die Tour de France konzentrieren.
Dieses spezielle Community-System wurde von Viki-Usern inspiriert. Dort haben die Nutzer Netzwerke von Gleichgesinnten geschaffen, indem sich eine Gruppe formierte, welche Filme und Videos mit Untertiteln in diversen Fremdsprachen versehen hat.
Vingle verzeichnet aktuell 2,3 Mio. Besucher und zählte im Juni bereits 100 Mio. Seitenaufrufe. Die südkoreanische Plattform ist für iOS und Android erhältlich und hat bereits einen großen Anteil an englischsprachigen Mitgliedern. „Eine solche Plattform muss – um erfolgreich zu sein – einen qualitativen Mehrwert für User generieren. Gruppen von Laien wären für dieses System eher hinderlich”, meint Hübner.
Diese Community ist für Werber interessant. Das System verschafft schnellen Zugang zu speziellen Zielgruppen. „Das ist ein Goldgriff für Werber, da man mit sehr geringen Streuverlusten präsent sein kann. Ein solches Interessen-Clustering bietet Möglichkeiten, die weit über die klassische Banner-Werbung hinaus gehen. Man trifft gezielt eine Vielzahl von Multiplikatoren und kann auch offline Community-Events gezielter einsetzen”, so Hübner.

