Cinderella-Schloss: neue Website ist online (Foto: pixelio.de/Oliver Brunner)„Es wird Zeit”, sagte Robert A. Iger bereits vergangen Mai zu Analysten. Der Disney-Geschäftsführer hofft mit neuen Produkten den Turnaround zu schaffen. Wesentlicher Umsatztreiber soll dabei eine ambitionierte, aber noch nicht näher beschriebene Gaming-Initiative namens Toy Box sein. Angesichts des rasant wachsenden Internetkonsums und der immer jünger werdenden User gewinnt Disney.com zunehmend an Bedeutung.

Diesen Bereich deshalb aus den defizitären Niederungen herauszuholen, ist eines der zentralen Ziele des Unternehmens. Hinzu kommt die schwierige Personalsuche auf diesem Gebiet. High Potentials im Technologiebereich sowie junge, kreative Designer gehen lieber zu Unternehmen wie Google oder gründen selbst Start-ups. Abgesehen von dem Online-Segment steht der Erfinder von Mickey Mouse aber gut da.

Im Vorjahr erwirtschaftete der Konzern einen Umsatz von 40,9 Mrd. Dollar. Der Gewinn betrug 4,8 Mrd. Dollar. Der Bei Redaktionsschluss dieser Meldung (11:00 Uhr) notiert das Papier bei 39,69 Euro. Im Jahresvergleich ist das ein starkes Plus von rund 53 Prozent. Disney betreibt insgesamt 13 Themenparks und arbeitet an der Entwicklung von Serien, Kinofilmen, Spielen, Musik, Kinderbüchern und vielem mehr.

Konsumenten aktiv ansprechen

Disney will künftig seine potenziellen Kunden aktiv ansprechen und die Angebote verstärkt nach außen tragen. Online-Chef und Ex-Yahoo-Manager James Pitaro strebt einen Strategiewechsel an: „Wir müssen unseren Inhalt zu unseren Besuchern bringen, wo auch immer sie sich befinden.” Dabei will er weit über das herkömmliche Marketing hinausgehen.

Der Unterhaltungsriese aus Kalifornien verfügt mittlerweile über 60 YouTube-Kanäle und steckt gegenwärtig rund 15 Mio. Dollar in Web-Serien. Neue Spiele und Applikationen sind ebenfalls in der Pipeline. Laut Angaben von comScore hat Disney.com monatlich 33 Mio. Unique User.