Ziel ist: Für die WienerInnen die beste Lebensqualität zu sichern, in einer toleranten Gesellschaft, mit der maximalen Schonung der Ressourcen, fasste Bürgermeister Dr. Michael Häupl das Wesentliche zusammen.

Wien ist seit Jahren im Spitzenfeld der lebenswerten Städte. Laut einer UN-HABITAT-Studie wurde es zum vierten Mal zur erfolgreichsten Stadt der Welt gewählt.

Das Smart City Programm ist eigentlich eine Rahmenstrategie. Sie berücksichtigt nicht nur technologische Bedingungen, sondern auch soziologische Aspekte. Die vielseitigen Möglichkeiten der technischen Entwicklung sind mehr oder weniger bekannt, denn Neuerungen aus den Bereichen Energetik und Informatik ermöglichen kluge städtische Leistungen. Aber was wird in Wien unter Berücksichtigung von soziologischen Aspekten verstanden?

Vieles zusammen, was im Leben der Menschen eine wichtige Rolle spielt, was ihren Alltag erleichtert und angenehmer macht, so Lukas Stockinger, Vertreter von Tina Vienna bezüglich Wiens Smart-City-Pläne und Vorhaben. Das bedeutet den Bau von neuen Stadtteilen und Wohnungen gemäß den Ansprüchen und Herausforderungen unserer Zeit. Rund 220.000 Gemeindewohnungen gibt es in ganz Wien, des bedeutet, drei Fünftel aller Wohnungen. Die Hauptstadt, das „rote Wien“, war bereits in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts im Spitzenfeld Europas, was den sozialen Wohnbau betrifft. Doch in den letzten 20 Jahren wurden keine solchen Wohnungen neu gebaut, nun wird wieder ein Wohnbauprogramm gestartet.

Lukas Stockinger.Barrierefreiheit ist nicht nur im Verkehr, in den Häusern und öffentlichen Gebäuden, auf der Straße ein Prinzip, sondern auch im Bereich Information und Verwaltung. Das Rathaus hat eine eigene Geschäftsstelle, die sich über die Entwicklungsmöglichkeiten arbeitet. Die wichtigsten Informationen sind für die Wiener bereits in sechs Sprachen zugänglich. Über 200 offiziele angelegenheiten sind bereits online via internet zu erledigen.

Die entwicklung der Mobilität ist besonders wichtig, damit die Menschen bequem ohne Auto verkehren können. Eine tolle Sache ist, dass wir die 365-Euro-Jahreskarte eingeführt haben, mit der jeder für ein Euro fahren kann, so Stockinger. Selbstverständlich ist auch das Verkehrsnetz geeignet und den Bedürfnissen der Menschen angepasst, das Auto in der Garage zu lassen.

Parkieren mit Photovoltaik.An über 110 Punkten Wiens können Citybikes ausgeliehen werden. Die Popularität von Carsharing, also des gemeinschaftlichen Autofahrens steigt grade, derzeit gibt es dazu 60 Punkte in ganz Wien.

An der Erforschung des Knowhows, das man für eine smarte Stadt braucht, arbeiten neben der Stadt Wien und der Technischen Universität 15 weitere Institutionen. Die Ergebnisse im Bereich Life Sciences sind hervorragend. Für die gemeinsame Entwicklung von Gesundheit und Infokommunikation wird viel Geld verwendet. Ein wichtiges Forschungsbereich ist ein Programm in Kooperation der Wiener öffentlichen Dienstleistern und der Technischen Universität, im Rahmen dessen der effiziente Energieverbrauch von Gebäuden sogar mit soziologischen Erhebungen untermauert wird.

Ziel der Hauptstadt und des Bundeslandes Wien ist es, dass das Gesundheitsbewusstsein nach den Kindergärten auch den Schulen eingeführt wird. Informationstechnische Errungenschaften sollen besonders in den Dienst der älteren Generationen gestellt werden, damit sie so lange wie möglich ein selbständiges Leben im eigenen Zuhause führen können.

Neue Technologien werden in beinahe allen Lebensbereichen eingesetzt. In Kooperation der Uni Wien mit Siemens wird eine besonders energieeffiziente Öko-Straßenbahn entwickelt.

Auch auf die Elektromobilität wird viel Wert gelegt. Das dichteste Netz von E-Ladestationen für Autos und elektrische Fahrräder wird in Wien ausgebaut. E-Mobilität soll in erster Linie im Transport und im öffentlichen Verkehr eingesetzt werden.

Urban mining, also die Praxis, Bestandteile, Leitungen, Ziegelsteine und Anlagen abgerissener Gebäuden wiederzuverwenden, ist eine relativ neue Erscheinung. Dadurch können aber Euromilliarde eingespart werden.

Das System der BürgerInnensolarkraftwerke wird immer populärer. Dadurch werden die Wiener an der Verbreitung der erneuerbaren Energie beteiligt, dennn wer kein eigenes Einfamilienhaus hat, kann ein PV-Panel in einem BürgerInnensolarkraftwerk kaufen. Ein Panel kostet 950 Euro, eine Person kann maximal 10 Stück kaufen. Für die Möglichkeit muss man sich bewerben, denn es gibt eine Warteliste. Aber man kann schon auch ein halbes Panel kaufen! Die Investoren erhalten Zinssätze, der Anbieter macht die Wartung gratis.

Der Karl-Marx-Hof.

Ziele von Smart City können am besten in neuen Stadtteilen verwirklicht werden. Wiens Bevölkerung wächst um 30.000 Personen im Jahr, dieser Zuwachs wird dank einer modernen, bewisst durchdachten Strategie behandelt. Die Pläne stehen schon bis zum Jahr 2050 fest. Die Stadt eill erreichen, dass die Wiener CO2-Emmission im Vergleich zu 1990 bis 2030 um ein Drittel, bis 2050 um vier Fünftel gesenkt wird.Bis 2050 soll Wien zu den fünf größten Foschung- und Innovationszentren Europas gehören. Wenn dieser Plan verwirklicht werden kann, wird sich das Dreieck Wien-Bratislava-Brno im Jahr 2030 zu einer grenzüberschreitenden, zukunftorientierten Innovationsregion wandeln, und sich unmittelbare Kapitalinvestitionen – hoffentlich – verdoppeln. Besonders intensiv wird das Bildungssystem modernisiert, damit möglichst viele Jugendliche auf höchstem Niveau lernen können.

Ziel bis 2050 ist es, dass Wien ihren Bewohnern nicht nur die aktuelle hervorragende Lebensqualität bietet, sondern sich auch europaweit zur Stadt mit höchster Lebensqualität entwickelt.

Unser Artikel konnte mit Hilfe von Compress, dem Verbindungsbüro der Stadt Wien entstehen. Vielen Dank dafür!