Jahrein, jahraus verlässt der Klangkörper seinen Stammsitz, die südwestungarische Stadt Pécs, um zu vier Konzerten in den Béla Bartók-Saal im Palast der Künste am Pester Brückenkopf der Lágymányosi Brücke einzladen. Es wird vor ausverkauftem Haus gespielt, und das soll auch so bleiben. Ob das am ersten Abend gelingt, kann ich als nicht eben profunde Kennerin der Materie, nicht beantworten. Das Orchester und seine Stars fokusieren nämlich auf russische Klassik und Moderne. Gespielt werden Rachmaninows Vocalise, 1912 entstanden, die Orchesterversion, gefolgt vom 3. Klavierkonzert in d-Moll von Rachmaninow. Gergely Bogányi ist der Garant für höchste Qualität und Klangfreude.

Nach der Pause spielen die Pannonischen Philharmoniker Schostakowitschs 10. Symphonie in e-Moll, die der Komponist1933 inder Einsamkeit seiner Datsche in nur drei Monaten zustande brachte. Es soll ein Schaffen bis zur Erschöpfung gewesen sein, gestand Schostakowitsch, der mit dieser Arbeitsmethode eigentlich nicht zufrieden war. Hervorzuheben sei vielleicht der dritte Satz allegretto, wo der Künstler sein musikalisches Monogramm verewigte: DEsCH, entsprechend Dimitri EsCHostakowitsch

Nach diesem Einstand folgen Konzerte am 2, März, 21. April und 11. Mai. Darüber zu einem späteren Zeitpunkt.