Zum dritten Mal folgt Ungarn der amerikanischen Initiative, am 18. März den Weltschlaftag – World Sleep Day zu feiern, nein, bewusst zu erleben, auf die Notwendigkeit des regelmäßigen Schlafens aufmerksam zu machen. Weltweit leiden ca. 30 Prozent der Erdenbürgen unter Schlafstörungen, in Ungarn sind es, ohne statistische Daten zu haben, viel mehr? Es könnten bis zu 60–65 Prozent der Ungarn sein, die keinen geruhsamen Schlaf finden.  Schlafen ist wichtig. Wie schon einleitend festgestellt, für die Gesundheit, aber auch für das konkrete Umfeld jedes einzelnen Menschen und nicht zuletzt als Wirtschaftsfaktor, für die Wirtschaft, denn nur gesunde, fite Menschen bringen Leistung.

Die Somnologin Dr. Zsuzsa Vida hebt als vorrangige Ursache für schlechtes Schlafen den Stress hervor. Zum schlechten Schläfer wird man aber auch durch unregelmäßiges Schlafen, infolge von Schichtarbeit, was der biologischen Uhr widerspricht. Auch Krankheit kann schlechten Schlaf bewirken, so das Schnarchen, denn Schnarchen ist eine Krankheit, nicht als regelmäßige ’Schnurren’, sondern der Atemausfall bei Apnoe; und genauso ungesund, ja krank ist es, wenn Mann/Frau wo immer und wann immer einschlafen kann, wobei nicht an Narkolepsie gedacht ist, was natürlich auch eine Schlafstörung, Schlafkrankheit ist.

Als das muss diagnostiziert und behandelt werden. Im Schlaflabor!

Was sollte, könnte ein jeder tun, damit es nicht soweit kommt? Die Regeln lauten: möglichst früh zu Bett gehen; als Erwachsener 7,5 Stunden schlafen (Einstein schlief 10 Stunden); seine Probleme nicht mit ins Bett und den Schlaf nehmen; sich ergo immer mit leerem Kopf, aber auch leerem Magen und leerer Blase schlafen legen. Das emfiehlt  u.a. der Ernährungswissenschaftler, Lipidologe Professor Dr. László Halmi, der zum Einhalten des natürlichen Tages-Nachtrhythmus dringend rät, weil z.B. Schlafmangel das Gedächtnis schwächt und Schlafentzug dick macht.

Schlaf ist ungemein wichtig, weil dann der Stress, dem jeder ausgesetzt ist, abgebaut wird.

Richtiges, gesundes Schlafen muss trainiert werden. Denn schlecht schlafen ist eine Zivilisationskranheit, betont die Schlafpsychologin Dr. Éva Fogarassy-Herman. Man vergegenwärtige sich: Tiere haben keine Schlafstörungen. Diese sind dem Menschen, dem ’zivilisierten’ Wesen eigen. Schon mit der Geburt, spätestens im Kleinkindalter wird man zu guten oder aber schlechten Schläfer erzogen. Schlafen ist an Regeln, an Rituale  gebunden. Diese prägen sich einem wie der Gute-Nacht-Kuss von Mutter/Vater ein und man befolgt sie unbewusst wieter.

Anlässlich des Weltschlaftages könnte noch viel über die Notwendigkeit des richtigen Ausschlafens gesagt/geschrieben werden. Eigentlich sind es Binsenweisheiten, wie etwas jene, dass man, bevor man sich ans steuer setzt, nicht nur sein fahrzeug auf Tauglichkeit, sondern sich selbst ebenfall prüft. Und wenn man lange fahren muss, dann macht man alle 90 Minuten Pause, denn 10 Minuten Relaxen entsprechen einer Stunden Schlaf. Erst dann sollte wweitergefahren werden.

 Wer nicht schlafen kann, der sollte sich an Spezialisten wenden. Die Schlafmedizin gibt es seit gut 30 Jahren, und auch in Ungarn seit den 90ern des vorigen jahrhunderts. Im Schlaflabor wird diagnostiziert und therapiert. Wer es nicht soweit kommen lassen will, der könnte auch einige der hier aufgezählten echt einfachen Regeln beherzigen und wenn es hell wird, frisch und munter aufstehen.

 

Anlässlich des Weltschlaftages werden auch in Ungarn gute Vorsätze, spricht Projekte formuliert: das Schlafhotel sleep friendly hotel soll möglich gemacht werden. Umfassende Meinungsumfragen über die Beeinflussung des Schlafens durch den Ort, wo man schläft, die jeweilige Umgebung bzw. die Mittel, die der Befragte zwecks Schlafens verwendet, werden gestartet und bis zum Johannistag durchgeführt.