Und Curry ist nicht nur ein Gewürz, sondern wird im Curry House als Feeling verstanden. Den Gästen wird über Gaumenfreuden indische Farbenpracht, Kunst, sprich in erster Linie Tanz (zum Abendessen Tanzaufführung) vermittelt; wird im Frühjahr 2016 auch die Terrasse mit 80 Plätzen eröffnet, dann soll für die vielen Regionen Indiens, von Mumbai bis Kalkutta und von Himachal Pradesh bis nach Südindien gastronomisch und kulturell noch nachhaltiger geworben werden.

International gesehen ist der indisch-kulinarische Nachholbedarf recht groß, man bedenke nur: in Großbritannien gibt es ungefähr 9 000 indische Restaurants, in Ungarn gerade mal 30, davon bieten 20 Fastfood und zehn, so der Chef, fine dining, sind also Restaurants wie auch das Curry House. Seine Umgebung?, fragte ich zweifelnd, ob denn im 8. Bezirk nicht eher bescheidenere Ansprüche befriedigt werden sollten. Nein, „the local area is coming up”, so Herr Khan.
Nur einen Katzensprung entfernt sind doch z.B. die Andrássy Deutschsprachige Universität, das Italienische Kulturinstitut, das Restaurant liegt genau zwischen Kleiner und Großer Ringstraße. Auch der Anstieg der Gästezahl und somit des Umsatzes belegen den Optimismus des Curry House-Teams.
Küchenchef Deepak Negi Kumar, seit zehn Jahren in Budapest und mit Fernseherfahrung bei Paprika TV arbeitet ausschließlich mit frischen Lebensmitteln aus Ungarn, die mit genauso ausschließlich aus Indien importierten Ingredienzien veredelt werden, zu Naan-Fladenbrot mit Knoblauch oder Butter, dem Linsengericht Daal Tadka, Gemüse Kadai und vielen anderen Leckerbissen, dazu immer auch Basmati Reis, und begossen werden kann das je nach Tageszeit und Verkehrsmittel mit indischem Cobra Bier oder aber Rosenwasser.
Guten Appetit und beschwingte Unterhaltung!

