Den sog. Niveaupreis erhielten bislang der Schriftsteller Péter Esterházy (2007), der Pianist und Dirigent Zoltán Kocsis (2008), der Historiker István Rév (2009) und der Maler Lajos Sváby (2010). Den diesjährigen Preis erhält die Historikerin und Leiterin des Museums des Terrors Dr. Mária Schmidt.
Der Medienpreis des Rumänischen Kulturinstitutes 2011 geht an den Chefredakteur der Tageszeitung Népszabadság Károly T. Vörös. Seine Vorgänger als Preisträger waren Journalisten, die sich um rumänische Werte in Ungarn sowie die objektive Art,wie sie ihren Beruf als Berufung ausüben, verdient machten, so László Cselényi (2005-2010 Intendant des öffentlich-rechtlichen Fernsehens Duna TV), Eva Iova Simon, Redakteurin der Wochenzeitschrift „Foaia Noastrá (2007), Universitätsprofessor und Medienforscher Miklós Sükösd (2008), Györgyi Orbán, Mitarbeiterin der Nachrichtenagentur MTI, Judit Klein, Chefredakteurin der Minderheitensendungen beim öffentlich-rechtlichen Fernsehen MTV, Julia Kaupert, Chefredakteurin der Sendungen in rumänischer Sprache beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk, István Hegedüs, Chefredakteur von „Kárpát Expressz” bei MTV (2009) und Jenő Merza, stellverstretender Chefredakteur von Kossuth Rádió beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk (2010).
Zweimal wurden zusätzlich Kultur-Kunstpreise verliehen, an den aus Rumänien stammenden Romancier György Dragomán, dessen Roman „Der weiße König” – das Leben in einer kommunistischen Diktatur aus der Perspektive eines Kindes erzählt, wie der Titel bezeugt, 2008 auch in Deutschland erschienen ist (2008) und den Intendanten des Ungarischen Nationaltheaters, Schauspieler und Regisseur Róbert Alföldi (2009).
Wer die diesjährigen Preise erhält, entschied ein Kuratorium gebildet aus dem Politologen Vladimir Tismáneanu, Professor an der Maryland University, Cristina Guseth, Direktorin von Freedom House Rumänien, Carmen Bendovski, Direktorin des Rumänischen Kulturinstitutes Wien, dem Historiker László Csorba, Direktor des Ungarischen Nationalmuseums und dem Historiker Sándor M. Kiss.
Die Preise sind Bronzeskulpturen (siehe Photo), entworfen vom vor zwei Jahren verstorbenen Temeswarer (Timisoara) Bildhauer Peter Jecza und stückmäßig auf die fünfmalige Verleihung begrenzt. Im kommenden Jahr wird ein/e andere/r Künstler/in mit dem Entwurf der Skulpturen betraut, der/die sich an den elegant-ästhetischen Formen von Peter Jecza messen muss.
Meines Wissens nach ist die Verleihung von Preisen durch Kulturinstitute einzigartig und auch unter den Rumänischen Kulturinstituten im Ausland hatte nur das Stockholmer die Idee, ähnliche Preise zu stiften.
Abschließend sei erwähnt, dass das Rumänische Kulturinstitut Budapest im laufenden Jahr 70 Veranstaltungen in Budapest und 24 inder Zweigstelle in Szeged organisierte, überwiegend Ausstellungen und Konzerte, so die monatliche JazzLokomotive, aber auch Rundtischgespräche, literarische Abende und Events in Zusammenarbeit mit anderen Kulturinstituten in Budapest unter der Ägide ihrer Dachvereinigung EUNIC.

