Der Alpenverein www.alpenverein.at betreut markierte Berg- und Wanderwege, Klettersteige und -gärten und er unterhält 238 verpachtete Schutzhütten, wobei er den größten Beherbergungsbetrieb in Österreich darstellt. Er kümmert sich zudem um Belange des Alpinski- und Skitourenwesens. 1980 erfolgte die Einrichtung der Fachabteilung Raumplanung-Naturschutz, die im Be-reich des umfassenden Naturschutzes, der Alpinen Raumordnung, der Alpenkonvention und der Umweltbildung engagiert ist.
Historisch bedeutsam ist der 1873 erfolgte Zusammenschluss mit dem Deutschen Alpenverein. Zu den dunklen Kapiteln während der Zwischenkriegszeit gehörte die antisemitische Ausrichtung, die sich unter dem nationalsozialistischen Sektionsleiter Eduard Pichl ab 1921 durchzusetzen begann. Im gleichen Jahr wurde die Sektion Donauland gegründet, in der sich die ausgeschlossenen jüdischen Bergsteiger sammelten, zu denen auch Viktor Frankl, Fred Zinnemann und Joseph Braunstein gehörten, und die 1924 ausgeschlossen wurde. An sie erinnert das Friesberghaus im Zillertal, das 2003 vom Deutschen Alpenverein zur „Begegnungsstätte gegen Hass und Intoleranz“ ernannt wurde. (Literatur, in der die Hütte eine Rolle spielt, ist Martin Pollacks „Anklage Vatermord“). Vorsitzender des Deutschen Alpenvereins nach dem Anschluss war der ehemalige österreichische Bundeskanzler Arthur Seyß-Inquart. 1945 wurde der OeAV neu gegründet.
„Erlebnis Berg – 150 Jahre Alpenverein“
Vom 14.03. – 22.06.informiert eine – von ehrenamtlichen MitarbeiterInnen gestaltete – Erlebnis-Aussstellung im Wien Energie-Haus über die Aktivitäten des Alpenvereins, wobei auch die Geschichte thematisiert wird. Parallel dazu geht vom 26.03. – 31.12. die Wanderausstellung „bergauf – 150 Jahre Alpenverein“ mit Infotafeln zum Zeitabschnitt 1862–2012 auf eine Reise durch Österreich (Erste Stationen: Linz und Innsbruck).

