Die Deutsche Bahn stellt heute schon fest, dass die Zahl der Bewerbungen auf ihre offenen Stellen abnimmt, weil die Kandidaten Alternativen auf dem Arbeitsmarkt haben. „Das spüren wir beispielsweise bei gut qualifizierten Fachkräften wie Mechatronikern oder Fahrdienstleitern. Auch in bestimmten Regionen wie etwa im Großraum München oder in Baden-Württemberg stehen wir in einem harten Wettbewerb um gute Mitarbeiter”, erklärte Weber.

Der Staatskonzern muss in den kommenden zehn Jahren 80.000 Stellen neu besetzen. Die meisten dieser Mitarbeiter scheiden aus Altersgründen aus. Die Bahn bereitet sich auf den personellen Aderlass vor und erschließt neue Zielgruppen wie benachteiligte Jugendliche und Arbeitslose bei der Personalgewinnung. „Wir haben gerade eine engere bundesweite Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit verabredet” sagte Weber. Schon jetzt bilde die Bahn in lokalen Projekten Langzeitarbeitslose in 80 Tagen zu Bordstewards aus.