Bence Krümmer und Réka Szabó.Der Länderwettbewerb ist das Projekt des Goethe-Instituts, der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft”, der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung und der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen.

Zu einem bestimmten Thema wird debattiert, damit die Sprachkenntnisse der Schüler verbessert, sie sich aber auch die Techniken des Debattieren aneignen können.

Gerade wurde im Goethe-Institut Budapest das ungarische Landesfinale ausgetragen. 180 Schüler aus acht Schulen hatten sich zum Debattierwettbewerb angemeldet: nach der Schulrunde, der Schulverbundqualifizierung, deren Siegerermittlung mit anschließendem Training in Budapest und dem Halbfinale hatten sich vier SchülerInen für das Finale qualifizert (siehe Photo v.l.n.r. Zoltán Varga, Leőwey Klára Gymnasium Pécs, Bence Krümmer, Ungarndeutsches Bildungszentrum Baja, Gréta Szabó, Városmajori Gymnasium Budapest und Réka Vitályos, Tamási Áron Gymnasium Budapest).

Das Thema: Soll im ungarischen Parlament eine verbindliche Frauenquote eingeführt werden?” Welche beiden Finalisten gegen die anderen beiden debattieren sollten, wurde ausgelost. Und siehe da: die beiden jungen Männer mussten den Standpunkt für die Einführung der Frauenquote gegen die diese ablehnenden beiden jungen Frauen vertreten.

Was beachteten und bewerteten die Juroren unter der Leitung von Dieter Uesseler von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen?  Ihre Kriterien waren: Beurteilung der Sachkenntnisse (es ist nicht Aufgabe dieses Berichtes den Inhalt der Debatte zu schildern), des Ausdrucksvermögens, der Gesprächsfähigkeit und der Überzeugungskraft. (Dabei waren grammatikalische Fehler eher nebensächlich, die Finalisten durften sich auch gegenseitig helfen, wenn ihnen ein Wort nicht sofort einfiel. Wichtig war, prompt und richtig zu argumentieren.) Nach halbstündiger Beratung wurde das ’Urteil’ verkündet: Gréta Szabó und Bence Krümmer (siehe Photo) werden Ungarn beim internationalen Finale von „Jugend debattiert international” im Oktober in Vilnius vertreten.

Das Finale von Zeremonienmeister des zweistündigen Finales war Pavel Bobek vom Goethe-Institut Prag und Schirmherr Schiedsrichter Viktor Kassai, der Welt-Fußballschiedsrichter des Jahres 2011. Fairplay, Entscheidungen zu fällen, rasch, prompt zu reagieren und aus jedem Spiel – in diesem Fall aus jeder Debatte –  zu lernen, damit hatte Kassai die vier Gymnasiasten begrüßt und ins Finale geschickt.