Herta Müller im Fokus. Am 4. Oktober wird im Atrium der Städtischen Bibliothek Ervin Szabó die multimediale Ausstellung „Der Teufelskreis der Wörter” eröffnet. Es ist eine Hommage an das Leben und Werk der aus dem rumänischen Banat stammenden Nobelpreisträgerin. Zum Eintauchen in die ’Materie’ Herta Müller sind Führungen am 11., 18. und 25. Oktober sowie eine Lesung mit Gespräch mit der Schriftstellerin am 9. November geplant.

Ebenfalls am 4. Oktober startet das nun schon traditionelle Filmfestival „Sehenswert”, diesmal in Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Kulturforum und der Schweizer Botschaft: Neue Filme aus den drei deutschsprachigen Ländern werden in zwei Budapester Kinos, dem Művész und dem Örökmozgó gezeigt (4.-10. Oktober)

Das Projekt „Holocaust und Literatur” ist eine Zusammenarbeit mit dem Französischen Kulturinstitut, Veranstaltungsort ist das Literaturmuseum Petőfi (wissenschaftliche Konferenz 15.-16. November).

Unter den literarischen Projekten seien auch der literarische Blog „Wir und Europa”, ein Gedankenaustausch unter deutschen, ungarischen und anderen Schriftstellern zu EU-Europa und „Die Weltenvermittler – Dossier zur litearischen Übersetzung” erwähnt: Wem verdankt der Leser das Erlebnis, die Denkanregung des gerade in Angriff genommenen oder schon gelesenen Buches? Wovon lebt eigentlich der Übersetzer und kann er vom Übersetzen von Literatur überhaupt leben?  Solche Fragen zu einem schwierigen Beruf sollen durchleuchtet werden.

Im Programmangebot des Goethe Institutes stehen natürlich auch Musik (z.B. Sound exchange: experimentelle Musik in Mittel- und Osteuropa), bildende Kunst, wie die Fortsetzung der ’Verschönerung’ der Goethe Fassade in der Ráday utca mit der Installation ’Mehr Licht’.

Um möglichst viele und mehr junge Leute für die deutsche Kultur und gemeinsame Aktivitäten zu gewinnen, legen die Goethe Guerillas los. Schon erprobt in Belgrad, Sarajevo und Zagreb arbeiten kreative  junge Leute aus Budapest, Vilnius und Krakau zusammen, um, wie schon geschehen, mit Scrabbeln vor der Kirche in der Ráday utca oder der offenen Goethe-Bibliothek junge Menschen fürs Mitmachen zu gewinnen.

Am wichtigsten ist und bleibt für das Goethe Institut der Deutschunterricht, der so wie die schon aufgezählten Programme, grenzüberschreitend wirkt. Lesen und Kommunizieren in Fremdsprachen, sprich in diesem Fall in Deutsch, verbindet grenzüberschreitend. Erfreulich ist, dass sich weltweit immer mehr Menschen für die deutsche Sprache interessieren.  2011 lernten weltweit 234 587 Menschen die Sprache Goethes und Schillers, und das ist ein Weltrekord. Redorde hat auch das Goethe Institut Budapest zu vermelden: in diesem Herbst schrieben sich 504 Menschen zu Deutschkursen im Institut ein; was besonders erfreulich ist auch 26 Kinder.