Für den Outdoorsessel aus dem Hause Aisslinger setzte man auf Weidenholz, schildert Lechner gegenüber pressetext. Die Pflanzen wurden auf eine Größe von rund 20 Zentimeter vorgezogen, bis sie in das mit Löchern durchzogene, eiserne Korsett gesteckt wurden. Innerhalb eines halben Jahres füllten sie dieses aus und das Stahlgerüst wurde entfernt. „Das Korsett lässt sich wiederverwenden, was in ökologischer Hinsicht natürlich auch der Sinn der Sache ist”, so Lechner, der als Assistent von Aisslinger tätig ist.
Treeshaping meets Urban Farming
„Als Designer arbeiten wir an ikonischen Gegenständen”, erklärt der Fachmann. „Dafür ist speziell der Sessel geeignet, da er ein sehr alltäglicher und überall gegenwärtiger Gegenstand ist.” Bei Aisslinger verfolgt man die Vision von Produktplantagen als gewollte Provokation im Kontrast zu IKEA und Co. Dies möchte man auch mit anderen, alternativen Konzepten wie „Urban Farming” verbinden. Nun sucht man nach Unterstützung, um auf städtischen Grünflächen den Anbau von Gemüse und Möbeln zu demonstrieren und die Wirkung auf die Öffentlichkeit auszuloten sowie Aufmerksamkeit zu schaffen.
Das Konzept lässt sich mit weiteren Formen und Materialien erweitern. „Es gibt zum Beispiel schnellwachsende Pilzarten, die nach dem Aushärten eine hohe Festigkeit aufweisen”, erklärt Lechner. Neben der Herstellung von Einrichtungsgegenständen ist es auch denkbar, ganze Strukturen für leichte Konstruktionen wie Gartenhäuser wachsen zu lassen.

