Zentral abrufbar
„Die neue App bietet Nutzern eine Reihe von Vorteilen”, wird NIM-Geschäftsführer Morgan Guenther vom Wall Street Journal zitiert. Als wesentlichsten Pluspunkt gegenüber herkömmlichen Printprodukten sieht er vor allem die zentrale Verfügbarkeit: „Alle digitalen Editionen wurden im selben Format erstellt und so angepasst, dass der User sich nur einmal anmelden muss und dutzende Titel abrufen kann.” Auf diese Weise lässt sich gewissermaßen eine persönliche Zeitschriftenbibliothek erstellen. Neue Ausgaben, die gerade erst erschienen sind, werden dabei automatisch hinzugefügt.
„Durch die einheitliche Architektur sollen zu einem späteren Zeitpunkt aber auch Werbetreibende die Möglichkeit erhalten, ihre Anzeigen über verschiedene Zeitschriften verstreut schalten zu können”, ergänzt Guenther. Bis es soweit ist, wird allerdings wohl noch einige Zeit vergehen. Derzeit ist das NIM-Konsortium nämlich voll und ganz damit beschäftigt, eine entsprechende Version der App für Apples iPad zu finalisieren. Diese soll schon im Laufe der nächsten paar Wochen zur Begutachtung an Apple geschickt werden.
Vertriebsmodell der Zukunft
Next Issue Media wurde bereits 2009 von den Verlagsgrößen Condé Nast, Time, Hearst und Meredith und News Corp. gegründet. Hintergrund für die eingegangene Partnerschaft ist die verzweifelte Suche nach einem brauchbaren Geschäfts- und Vertriebsmodell für die Zukunft. Die aktuell gestartete App soll dabei helfen, mehr Zeitschriftenleser zur Nutzung von digitalen Editionen zu bringen und auf diese Weise eine neue Art von Kundenbindung und Wirtschaftlichkeit zu etablieren.

