Das Gerät ist bei identer Hardware in verschiedenen Designs und unterschiedlichen Android-Variationen erhältlich. Alternative Modellnamen sind unter anderem „Star B79” oder „Hero H5300”. Fallweise variieren Displaygröße und -auflösung sowie der Onboardspeicher, so verfügen die beiden genannten Modelle über vier Gigabyte an integriertem Speicher. Über den microSD-Slot kann die Speicherkapazität auf bis zu 32 Gigabyte erweitert werden. Navigation ermöglicht A-GPS. Als Betriebssystem ist auf dem Velox Android 2.3.6 installiert, andere Varianten verfügen bereits über ein Android-4.0-ROM. Das Phone ist für Google Play freigeschalten.
Solide Verarbeitung
Im Lieferumfang des Velox befinden sich neben dem Smartphone ein USB-Ladegerät, ein In-ear-Headset, ein USB-Ladegerät nebst Kabel, eine rudimentäre Anleitung sowie zwei 2.000-mAh-Akkus. Das Telefon selbst ist gut verarbeitet. Die Frontseite ist verspiegelt und daher anfällig für Fingerabdrücke. Das Plastik am Rahmen und auf der Rückseite ist gummiert und weitestgehend rutschfest. Insgesamt wiegt das Telefon mit Akku rund 150 Gramm.
Die relativ dünne Abdeckung des Batterieslots wirkt etwas zerbrechlich, erweist sich aber in der Praxis als ausreichend widerstandsfähig. Im Inneren verbergen sich zwei SIM-Slots und der microSD-Steckplatz. Von den beiden SIM-Karten ist jedoch nur eine an das 3G-Modul gekoppelt.
Ansprechende Benchmark-Ergebnisse
Der Bildschirm bietet angenehm leuchtende Farben und einen hohen Betrachtungswinkel, kann in der Darstellung aber erwartungsgemäß nicht mit der AMOLED-Technologie von Samsung konkurrieren. Noname-Telefone hatten in der Vergangenheit häufig mit untauglicher Touch-Abfrage des Bildschirms zu kämpfen, ein Vorwurf der dem Velox 3G nicht gemacht werden kann. Das kapazitive Display erkennt bis zu fünf Berührungen und reagiert angenehm responsiv auf alle Eingaben. Insgesamt ergibt sich, auch dank der Hardware aus der Leistungsmittelklasse, ein angenehmes Bedienerlebnis.
Den Eindruck bestätigen auch die Benchmarks. Mit einem Gesamtscore von beinahe 2.200 Punkten in der Quadrant-Wertung lässt das Velox sogar das Samsung Galaxy Nexus hinter sich. Hierbei muss aber gesagt werden, dass dies hauptsächlich an der extrem hohen Wertung für den Abschnitt Input/Output liegt. Während die CPU dem Dualcore-Prozessor des Android-4-Flaggschiffs deutlich nachhinkt, liegt es bei halber Kapazität in Sachen Arbeitsspeicher als auch 2D-Leistung fast gleichauf.
Bei starker Beanspruchung zeigt sich erst der Mehrwert des Markengeräts. 780 Punkte erzielt das Velox 3G im Vellamo-Browserbenchmark und liegt damit rund 25 Prozent unter dem Nexus. Im 3D-Performancetest BaseMark knickt es schließlich deutlich ein und liefert mit sieben bis acht Bildern pro Sekunde eine alles andere als flüssige Darstellung. In der täglichen Anwendung bedeutet dies: Einfache 3D-Anwendungen als auch aufwändigere 2D-Spiele a la Angry Birds: Space laufen komplett flüssig. Auch das Surfen im Web klappt schnell und problemlos. Stark ressourcenlastige Augmented-Reality-Anwendungen und grafisch sehr anspruchsvolle Games überfordern das Noname-Phone jedoch.
Sprachqualität und Kamera als Schwachpunkte
Der Akku hält bei durchschnittlicher Nutzung etwas länger einen Tag durch, was ebenfalls ein Indiz für die zunehmend bessere Qualität der Whitebox-Elektronik ist. Einzig Sprach- und Kameraqualität könnten besser sein. Geschossene Bilder neigen abseits der Optimalbedingungen zu deutlichem Rauschen. Auch beim Telefonieren sind leichte Störgeräusche hörbar.
Für einen Preis, der je nach Händler meist zwischen 160 und 180 Euro liegt, bietet das Velox 3G eine überzeugende Performance bei ansprechendem Kosten-/Nutzenverhältnis. Garantiebestimmungen variieren je nach Händler, Chinavasion bietet hierbei einen Zeitraum von einem Jahr.

