„Wenn Menschen über soziale Netzwerke ihre Nebenwirkungen posten und diese analysiert und an die Behörden weitergegeben werden, ergibt sich ein Problem des Datenschutzes”, so Georg Steinhaas, Mitarbeiter der Wiener Apotheke zum goldenen Hirschen, im Gespräch mit pressetext. Dass diese Rückmeldungen auch hierzulande in einer Datenbank festgehalten werden, sei jedoch unbekannt. Auch seien sie subjektiv, da Nebenwirkungen auf bestimmte Personen, Situationen und Ähnliches beschränkt sind.
„Auch bei uns wird das Internet dafür genutzt, sich über bestimmte Medikamente zu erkundigen und auszutauschen. Hier aber mit Zurückhaltung”, sagt der Apotheker. „Dies geschieht über Diskussionsforen oder die Konsumenten schreiben direkt an den Medikamentenhersteller”, führt er aus.
„Ich glaube aber nicht, dass jemand über Twitter oder Facebook öffentlich über seine psychischen Probleme und ein nicht-wirkendes Medikament berichten möchte. Das wird wahrscheinlich eher von Jugendlichen gemacht als von der älteren Bevölkerung”, so Steinhaas abschließend.

