26. Februar 2012. Der diesjährige Welttag dauert drei Tage lang, von Freitag, dem 24. bis Sonntag, dem 26. Februar. Der 24. ist der Tag der Fort- und Weiterbildung unter dem Motto: Was bringt das neue Jahr dem ungarischen Tourismus? Vorträge und Gespräche u.a. über Tourismusperspektiven, das in Vorbereitung befindliche Tourismusgesetz, die Kooperation von Unterkünften/Reisebüros mit den Fremdenführern sowie Tourismus im Spiegel des Budapester öffentlichen Verkehrs stehen auf der Tagesordnung am Sitz der BKIK. Es geht um moderne Fremdenführung, schließlich hängt vom Guide, der ersten Ansprechperson des Gastes, sehr viel ab, z.B. ob er ein zweites und drittes Mal zurückkommt, ob er das touristische Ziel seinen Bekannten und Verwandten empfehlen wird.

Was das Laienpublikum, die Touristen in spe interessiert, sind natürlich die Programme am Samstag und Sonntag. Die Sehenswürdigkeiten von Budapest werden per pedes, mit öffentlichen Verkehrmitteln und am Sonntag mit dem Bus erkundet. (16 Busse starten zwischen 9 und 16 Uhr stündlich von der Kunsthalle aus zu Stadtbesichtigungen.) Die Teilnahme ist kostenlos, es wird aber empfohlen, sich zu bestimmten Programmen anzumelden, weil man sonst das Nachsehen haben könnte, wenn man nur auf dem Heimwerkermarkt an der Kunsthalle, wo die Busse abfahren, erscheint. Über die Programme mit allen Einzelheiten möge sich der Wissbegierige unter www.bkik.hu/vilagnap2012 informieren, allerdings nur in Ungarisch, die touristische Werbetrommel wird vorrangig für die Budapester selbst gerührt. Das soll nicht bedeuten, dass kein Fremder an den Programmen teilnehmen kann, ist er des Ungarischen mächtig sowieso, ansonsten kann er die Sehenswürdigkeiten auf sich einwirken lassen. Übrigens: am 26. werden auch drei Busse mit Führungen in Deutsch, Englisch und Russisch gestartet.

Besonders interessant im Angebot sind die thematischen Spaziergänge, z.B. durch die Wasserstadt (Viziváros), die Kneipen in der Leopoldstadt (Lipótváros), Auf den Spuren von Alfréd Hajós, durch das jüdische Viertel und viele andere mehr.

Neu ist, dass die Veranstalter ihr Augenmerk auf Behinderte, Heimkinder und Großfamilien richten. Für sie ist das Erlebnis Budapest nicht selbstverständlich.

Neu ist auch, dass die Programme an kulturelle Veranstaltungen gekoppelt werden, so findet am Nachmittag des 25. Februar ein Konzert in der Stefansbasilika, am Nachmittag des 26. des Monats eines in der Budapester Blindenanstalt statt.

Im Vorjahr wurden bei den Progammen des Welttages der Fremdenführer in Budapest 12 000 Teilnehmer gezählt. In diesem Jahr werden es aufgrund des vorjährigen Interesses noch mehr sein. Und wer sich nicht in Budapest aufhält, der kann die touristischen Sehenswürdigkeiten in anderen ungarischen Städten unter der sachkundigen Führung der Guides kennenlernen.