Das ist die Region, den die Römer ehemals als Carnuntum kannten, wo im 13. Jahrhundert die Heere des ungarischen Königs Béla IV. und des böhmischen Königs Ottokar II. eine Schlacht schlugen, wo Österreicher gegen Napoleon kämpften und wo die Nordbahn gebaut wurde: über einen Abschnitt rollte auch der legendäre Orient-Express. Und in einem Schloss ganz in der Nähe verbrachte der mit dem Glück und auch der Befähigung auf Kriegsfuß stehende letzte österreichische Kaiser und ungarische König Karl I. resp. IV. seine letzten Wochen…

Niemand sollt auch nur ansatzweise versuchen, die Seestadt mit den Gebäuden der aus dem 19. oder 20. Jahrhundert (und gar noch früher!) gebauten Straßen und Plätze, mit dem herrlichen Palais, dem Treiben am Graben, dem Michaelerplatz, der Kärntner- und Mariahilferstraße zu vergleichen! Die Seestadt Aspern ist von Grund auf anders: und obwohl die Spuren des Lineals der Ingenieure sehr wohl zu entdecken sind, denn hier gibt viele gerade und parallele Linien, trotzdem ist es nah am Menschen – versucht Nikolaus Summer, Pressechef der Megainvestition mit einem Volumen von neun Milliarden Euro (umgerechnet und gerundet 2.750 Milliarden Forint!) das Wesentliche herauszugreifen. – Schauen Sie sich nur den Straßenverlauf, die abwechslungsreichen Gebäudehöhen, die Vielzahl der Gemütlichkeit ausstrahlenden, jedoch für die menschliche Natur unerlässlichen Begegnungsstätten bietenden Innenhöfe, die vielfältigen Balkonlösungen, das Grün auf den Dächern und Balkonen, wie auch auf den Straßen und Plätzen an!

Was fehlt hier, was es woanders reichlich gibt? – fragt plötzlich unser Freund Nik. Ich sehe mich um und erwidere mit fragender Stimme: zu wenig Läden, zu wenig Gaststätten? Die Antwort ist ja, hier wird es keine Einkaufszentren und Malls geben; dann ergänzt er mit dem Allerwichtigsten: es fehlen Autos – wenn es denn welche gibt, denen sie fehlen. Das ist goldrichtig, Aspern ist praktisch eine autofreie Zone. In der ständig größer werdenden Wiener Neustadt sind Autos, wenn sie denn ab und zu überhaupt zu sehen sind, sowieso recht langsam unterwegs. Auf den Straßen, Plätzen, dem Alleenring sind – selbst wenn gar tausend Autos hier abgestellt werden könnten – nur vereinzelt einige Autos zu sehen.

„Unter den Wohnhäusern haben wir Gemeinschaftsgaragen gebaut, die für erschwingliche Mieten benutzt werden können. Mindestens die Hälfte der bebaubaren Fläche ist «autofrei», den Fußgängern gehören die verkehrsberuhigten Zonen, die Parks, die Spielplätze, die Laufbahnen und die Radfahrer die Radwege – fügt unser Begleiter hinzu. – Und was die Läden betrifft; sie nehmen die reservierten Räume im Erdgeschoss der Häuser kontinuierlich in Beschlag. Zu Anfang haben sich die Händler gehütet, weil sie befürchteten, an Standorten kaum überleben zu werden, die man sich als Schlafstädte vorstellt.
Dann stellte sich heraus: Aspern-Seestadt ist überhaupt keine Schlafstadt, wie etliche Vorgänger-Neustädte in Europa. In diese Wohnungen zogen oder ziehen nicht nur vielbeschäftigte junge Leute ein, sondern auch Menschen mittleren Alters und Senioren, wie auch Rentner und komplette Familien, mit dem fast gleichen Anteil der Kleinkinder zu Hause erziehenden Mütter oder Großeltern, die auf ihre Enkel aufpassen. Dank dem rechtzeitig fertig gestellten U-Bahn-Abschnitt (Infovilág schrieb bereits vor vier Jahren, dass bereits 2008 mit der Erweiterung der Strecke U2 begonnen wurde) kann jeder mit der U-Bahn in zwanzig Minuten aus dem Herzen Wiens hierher gelangen; mit dem Auto wäre das ein Ding der Unmöglichkeit…“
Beim Spaziergang zeigt Nikolaus Summer Kindergärten, Schulen, Arztpraxen, Dienstleistungseinheiten und ergänzt: der Bau eines imposanten Bildungszentrums, einer Grund- und Mittelschule, wie auch eines Studentenheims für die in Wien studierenden Hochschul- und Universitätsstudenten. Zugleich wird hier das umweltfreundlichste und höchste Holzhaus der Welt errichtet.

Ein Lebensraum entsteht, der zugleich urban und grün ist, bequem und schnell an die historische Altstadt angebunden ist, das öffentlichen Verkehrssystem ist klimafreundlich und nachhaltig, die Gebäude wiederum entsprechen den modernsten Anforderungen an den Energieverbrauch und den Wohnungsbau. Dem öffentlichen Verkehr – und dem Umweltschutz – dienen auch die Fahrradverleihe auf den öffentlichen Plätzen. Die Anwohner mögen das auch: bei unserem Besuch auf den Radparkplätzen standen nur ein bis zwei verloren herum, alle anderen waren unterwegs, denn sie sind sowohl für den Einkauf, wie auch zur Beförderung von Kindern geeignet.
Der Umweltschutz wird hier von Grund auf groß geschrieben – sagte Nikolaus, als ich erwähnte: nirgends sehe ich Klimaanlagen an den Außenwänden. – Die Ingenieure haben die Wohnungen, Läden und sämtliche Gemeinschaftsräume so geplant, dass das Raumklima im Sommer wie im Winter angenehm sein soll. Das Geheimnis: smarte Dämmung. Die Heizung basiert auf Geothermie; wir möchten, dass dieser Stadtteil den kleinsten ökologischen Fußabdruck in der Region hat. Und wenn schon das Adjektiv smart gefallen ist: die Seestadt soll als eines der Vorbilder für die „smart city“ dienen – betonte der Pressechef.
Um die Ansiedlung von Unternehmen im Bereich der technologischen Forschung und Entwicklung zu fördern wird übrigens die Wirtschaftsagentur Wien ein Innovationszentrum unter dem Namen Aspern IQ einrichten, das die Infrastruktur für angewandte Forschung bereitstellen soll. Unter Anderem wird auch der Sitz der researchTUb in der Seestadt liegen: das ist das Unternehmen der Technischen Universität Wien für den Technologietransfer. Siemens Österreich wird hier sein Forschungslabor, das Smart Living-Lab einrichten. Die Neustadt Aspern wird für zwanzig tausend Menschen gebaut, und auch mindestens zwanzig tausend Arbeitsplätze möchte man hier (unter Anderem das österreichische Opel-Werk) einrichten. Dazu werden Arbeitskräfte aus der Umgebung, bis zu der nicht weit liegenden Bratislava gesucht.
Bevor wir in der mit einem überraschend reichhaltigen Sortiment aufwartenden Konditorei von Aspern-Seestadt Platz nehmen würden, um den traditionellen Nachmittagskaffee zu schlürfen und dazu den verlockendsten Kuchen auszuwählen, versucht Nikolaus Summer, auf die Fragen des Chronisten hin die Details zusammenzufassen, wie man an eine Wohnung kommt. Wer nämlich glaubt, hier, in einem der Hochburgen des Kapitalismus zähle nur das eigene Kapital, und wer kein Geld habe, können unter der Brücke wohnen, irrt. Etwa drei Fünftel der Wohnungen in Wien gehört so oder so der Gemeinde, und das System der Wohnungsfinanzierung soll (obwohl vielfältig und auf den ersten Blick kompliziert) alle Bedürfnisse abdecken. Lediglich ein Fünftel aller neu gebauten Eigenheime werden aus Eigenmitteln errichtet, nachdem Wien (dem föderalen System Österreichs entsprechend) zugleich Landes- und Bundeshauptstadt ist und den Wohnungsbau mit erheblichen Mitteln fördert. Sanierte oder Neubauwohnungen, modernisierte Wohneinheiten können mit entsprechenden Begründungen unterlegten Anträgen (in Form von Sozialwohnungen) zugewiesen werden, wobei die Mieten im Verhältnis zum örtlichen Durchschnittseinkommen mit sieben bis acht Euro pro Quadratmetern sehr human. Nikolaus betonte, dass selbstverständlich auch individuelle Investoren (jeweils Baugemeinschaften) bauen und auch diese die finanzielle Förderung der Bundeshauptstadt genießen können, jedoch müssen sie sich strikt an die technischen und anderweitigen Anforderungen halten.

Die Details des Wohnungsbaus, des Wohnungswesens versuchen wir bereits mit Ingenieur Dr. Kurt Puchinger (70), dem Leiter des Planungsamtes im Wiener Rathaus zu entflechten. Der Sachverstand des gebürtigen Tirolers und lange Zeit an der Wiener Universität tätigen Architekten wird bei der Hauptstadt so sehr benötigt, dass der Oberbürgermeister ihn gebeten hat, seinem Beruf auch nach seiner Pensionierung nachzugehen.
– Die Einwohnerzahl Wiens steigt, noch dazu ist die Bundeshauptstadt bestrebt, die Einwohnerzahl bis 2033 auf zwei Millionen steigen zu lassen. Durch wen soll die Bevölkerung der Bundeshauptstadt steigen? Durch Österreicher? Durch Ausländer? Falls ja, welche Nationalität sollen die Neuansiedler haben?
– Die Statistik der letzten zehn Jahre besagt, dass 2007 Wien insgesamt 1 661 246 Einwohner hatte, 2010 lag diese Zahl bei 1 702 855 und im vergangenen Jahr hatte die Bundeshauptstadt 1 797 337 gemeldete Einwohner. Innerhalb von acht Jahren ist also die Einwohnerzahl von Wien um rund 136 tausend, das heißt um 8,2 Prozent gestiegen.
Nach Staatsangehörigkeit gab es 2014 insgesamt 1 338 533 Österreicher, 2015 insgesamt 1 337 174 und 428 213, beziehungsweise 460 163 Ausländer. Darüber muss man sich nicht wundern, denn Österreich und dabei auch Wien waren stets aufgeschlossen, das Zusammenleben vieler Nationalitäten ist ein Erbe des „Reiches“, wenn man nur bedenkt, wie viele Nationen die Österreichisch-ungarische Monarchie umfasste! – bemerkt Dr. Puchinger und verfeinert die Auslegung der Statistik, indem er erzählt: unter den Ausländern gab es – im Hinblick auf die Zahlen der beiden Jahre – 353 176, beziehungsweise 377 187 Europäer und die Zahl der Angehörigen der EU-Mitgliedsstaaten hat sich folgendermaßen entwickelt: 180 934, beziehungsweise 199 417. Die bevölkerungsreichste ausländische Minderheit kommt aus Serbien-Montenegro (mit etwa 72 500 Personen), sowie aus der Türkei (mit gut 45 tausend). Aus asiatischen Ländern stammende Wiener sind 52 tausend bekannt, darüber hinaus auch nicht ganz neun tausend Amerikaner …
– Und wie viele Ungarn?
– Im vorvergangenen Jahr gab es 14 263, im Vorjahr 16 875 von Ihnen. Ich darf hinzufügen, dass die Anzahl der Deutschen, das heißt der Staatsangehörigen der Bundesrepublik knapp dem der hier lebenden Polen entspricht: vierzig, beziehungsweise 37 und halb tausend.
– Es ist anzunehmen, dass gute 460 tausend Ausländer – ein Viertel der heutigen Bevölkerung Wiens – lebt überwiegend nicht im Eigenheim, würde gern in die eigene Wohnung ziehen oder ein eigenes Nest bauen und hat sicherlich auch das notwendige Startkapital dazu. Wo baut man sich heutzutage Wohnungen in Wien?
– Laut Raumentwicklungs- und Bebauungsplan der Bundeshauptstadt – diese kann man hier ausführlich studieren – und wie sich der Herr Redakteur bei seinem Besuch in Aspern-Seestadt selbst überzeugen konnte – finden die größten Investitionen am Ostrand Wiens, im 22. Bezirks statt. Das bietet noch für sehr lange Zeit Arbeit für Stadtentwickler und Bauleute und bietet ein Zuhause und Arbeitsplätze für Tausende von Familien. Im Goethehof, ebenfalls im 22. Bezirk werden 665 Wohnungen komplett saniert und 121 Dachgeschosswohnungen eingerichtet…

– Ist die Stadt bereits vollständig belegt? Ich denke dabei an die Stadtteile innerhalb des Gürtels?
– Wien hatte bereits einmal zwei Millionen Einwohner, trotzdem hat jeder seinen Platz gehabt. Selbstverständlich ist es nicht egal, unter welchen Verhältnissen die Menschen leben, und kaum jemand wünscht sich die Zustände von vor Hundert Jahren zurück. Nichtsdestotrotz ist Wien, der größte Wohnungseigentümer Österreichs und wie ich behaupten kann, auch Europas bestrebt, seinen wunderschönen, zum Teil auch im Unesco-Weltkulturerbe geführten Immobilienbestand zu wahren und mustergültig zu pflegen.
– Eine Ergänzung zu meiner Frage: werden die zur Wende des 19-ten zum 20-sten Jahrhundert und dann, im ersten Drittel des vergangenen Jahrhunderts errichteten Häuser saniert und abgerissen und an ihrer Stelle neue gebaut?
– Ein Großteil dieser Gebäude befindet sich in Privatbesitz, für ihren Abriss ist eine Sondergenehmigung der Baubehörde erforderlich. Wie Sie sehen, werden ganz wenige Gebäude abgerissen, die in dem von uns als Gründerzeit bezeichneten Vierteljahrhundert, das heißt zwischen 1848 und 1873 errichtet wurden. Ihr historischer und städtebaulicher Wert ist unschätzbar.
Wien ist international bekannt für den groß angelegten Bau von Wohnungen und Wohngebäuden, beziehungsweise dafür, dass den Wohnungsbau und den Zugang zu Wohnungen ihrer Finanzkraft angemessen zu fördern. Unserer Statistik nach standen 1951 insgesamt 72 948 Gebäude in Wien, die Anzahl der Wohnungen lag bei 614 225. Dreißig Jahre später lagen diese beiden Zahlen bei 134 321, beziehungsweise 821 174. Die Zahlen aus dem Jahr 2011 sind noch imposanter und sprechen für sich: 164 746, beziehungsweise 983 840. Das heißt, dass zwischen 1951 und 2011 insgesamt 369 615 Wohnungen in Wien gebaut wurden, und darauf können wir besonders stolz sein.
Ich würde aber wiederum nicht behaupten, dass die Stadt innerhalb des Gürtels vollständig belegt sei, da im Zuge der kontinuierlichen Sanierung und Modernisierung die Zahl der frisch eingerichteten und bezugsfertigen Wohnungen im gutem Tempo wächst.
– In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war Wien berühmt für seine groß angelegten Wohnungsbauprojekte; aus dieser Zeit stammt unter Anderem der Gebäudekomplex des Karl-Marx-Hofes in Döbling. Mit welchen Haushaltsmitteln ist Wien im kommunalen Sozialwohnungsbau und der Sanierung beteiligt?
– Im Jahresdurchschnitt wenden wir 600 Millionen Euro für diesen Zweck auf; für den Wohnungsneubau geben wir 300, für die Sanierung 200 und für Förderungen 100 Millionen aus.

– Wie hoch ist derzeit die Nachfrage nach Neubauwohnungen? Und wie hoch kann sie in zehn Jahren sein?
– Im aktuellen Wohnungsbauplan der Stadt Wien wird mit 13 000 Wohnungen gerechnet, davon sind etwa 900 geförderte Kommunalwohnungen. Zu den Details: seit 1984 haben wir 7165 Wohngebäude mit 336 440 Wohnungen saniert; dafür haben wir – umgerechnet – 7,65 Milliarden Euro ausgegeben. Die Stadt Wien allein hat Förderungen in Höhe von 4,33 Milliarden Euro gewährt und damit 6788 Wohngebäude – mit 309 010 Wohnungen – saniert. Derzeit läuft die Sanierung von 240 Wohngebäuden – mit 16 134 Wohnungen – mit Gesamtkosten von 652 Millionen Euro in der Bundeshauptstadt. Die Stadt Wien hat in Form von Förderungen 262 Millionen Euro übernommen. Für den kommenden Zeitraum planen wir die Sanierung von 155 Wohngebäuden mit knapp 12 tausend Wohneinheiten mit einem Volumen von 542 Millionen Euro geplant. Die Kassen von Wien fördern die Umsetzung der Pläne mit 166 Millionen Euro.
Alldem möchte ich hinzufügen, dass sich die Gebäude- und Wohnungssanierung besonders positiv auf den Umwelt und Klimaschutz der Stadt auswirkt, da der Heizenergiebedarf um 1100 GWh sinkt, während zugleich 361 Tausend Tonnen weniger treibauswirksames Kohlendioxid in die Atmosphäre entlassen wird.
– Mit welchen Kosten muss jemand rechnen, wer jetzt an eine Neubauwohnung in Wien kommen möchte?
– Die Leser von Infovilág werden das sicherlich nicht wissen, daher erläutere ich das: von den rund 980 tausend Wohnungen in Wien hat die Gemeinde zu 440 tausend – in dem gut sechzig Prozent der Hauptstädter leben – auf irgendeine Art und Weise beigetragen.
Die Wohnungskosten teilen sich – in groben Zügen – so auf: ein Eigenanteil von 60 bis 500 Euro pro Quadratmeter, sowie 6,50 bis 10 Euro pro Quadratmeter und Monat an Unterhaltskosten und Mehrwertsteuer.
– Welche Vergünstigungen und Förderungen kann man in Anspruch nehmen?
– Beim Eigenanteil kann zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses ein Eigenanteilskredit oder ein Jungwienerkredit zustehen, bei den Monatskosten ist die Wohnungsförderung von der Berechtigung abhängig.
– Gibt es irgendwelche Garantien, dass beim Kauf einer neuen Wohnung die Käufer den Kredit zurückzahlen können?
– Nein, die gibt es nicht, so etwas obliegt nicht der Verantwortung der Stadt, sondern ist von der wirtschaftlichen Situation der Käufer, beziehungsweise Mieter – dem Haushaltseinkommen – abhängig.
– Wie groß sind die Wohnungen, die derzeit in Wien gebaut werden?
– Ein- bis Vierzimmerwohnungen mit 50 bis 130 Quadratmetern.
– Wie wird der mittel-, beziehungsweise langfristige Wohnbedarf einer jungen Familie berechnet?
– Bei denjenigen, die irgendeinen Bezug zur Stadt Wien haben, das heißt in einer Kommunalwohnung leben, entspricht die Anzahl der Zimmer der Anzahl der Personen; bei geförderten Miet-, Privat- und Gemeinschaftswohnungen die Anzahl der Personen und ein zusätzliches Zimmer als gemeinsamer Raum der Familie, ein Wohnzimmer, ein Esszimmer. Bei Bauträgern ist die eigene Vereinbarung, das eigene Regelwerk maßgebend.
– Gibt es eine von der Anzahl der Kinder abhängige Vergünstigung?
– Ja. Beim Kredit für den Eigenanteil steht jungen Familien und Begünstigungsberechtigten zusätzliche 15 Quadratmeter Wohnfläche zu. Auch das Einkommen ist ein maßgeblicher Faktor; beispielsweise betragen die Zinsen bei einem dreiköpfigen Haushalt und Einnahmen von 32 100 Euro im Jahr 12,5 Prozent. Bei einer dreiköpfigen jungen Familie sind die Zinsen genauso hoch, jedoch liegt die Einkommensobergrenze höher, bei 34 770 Euro.
Herr Dr. Puchinger, vielen Dank für die außerordentlich ausführlichen Antworten!
Dieser Artikel ist mit helfender Unterstützung der EuroCommPR, des Vertretungsbüros der Stadt Wien entstanden. Vielen Dank dafür!

