Tote Saison im Städtetourismus?  Eigentlich nicht, trotzdem kann es besser und noch besser gemacht werden. Das Ungarische Tourismusamt (ungarische Abkürzung MT) und alle, die im Tourismus mitmischen (Hotels, Bäder, Reservierungssysteme) waren und sind mit von der Partie. Mehr als 80 Partner machen bei BWI gemeinsame Sache, der wichtigste Partner sind (natürlich) die Hotels, 53 an der Zahl, davon viele 4-Sterne-Häuser. Mit den Jahren sammelte man Erfahrungen und wirbt nicht einfach nur mit günstigen Preisen und Angeboten, wie etwa „zahl 2 und du bekommst3”oder „zahl 3 und du bekommst 4 Übernachtungen”, sondern  rückte die eigentlichen Attraktionen in den Fokus, betonte  der Marketing-Direktor des Ungarischen Tourismusamtes Gábor Maráczi.

BWI Brand in Europa.  So wird schon seit vier Jahren gezielt mit den Budapester Bädern (die Nummer 1 bei jeder Umfrage ist das Széchenyi Kur- und Freibad), Kultur und Gastronomie, d.h. mit Service, mit Dienstleistungen um Gäste geworben. Einsame Spitze unter den ’Budapest-freudigen’ ausländischen Gästen sind die Briten, gefolgt von Italienern und Franzosen. Die deutschen Gäste landeten nur auf Platz 4 (in den vergangenen Jahren musste ein Rückgang von 45% registriert werden, der im letzten Winter zum Glück gestoppt werden konnte ; da muss aber noch Einiges getan werden, so István Kovács seitens des Ungarischen Hotelverbandens. Erfreulich ist natürlich der Anstieg: im Budapester Winter 2014-2015 kamen 10% mehr ausländische Gäste nach Budapest. Sie trugen zu dem ebenfalls 10-prozentigen Einnahmenanstieg bei. Der Anstieg der VIP-Gäste betrug sogar 40%. Und als Rekord kann gemeldet werden: 130 000 Nächtigungen.

BWI Brand in Europa. Was die Touristen im vergangenen Winter besonders gut fanden, sind die Bäder, gefolgt vom Adventmarkt vor der St. Stephans-Basilika und dem Legenden-Schiff. Seitens der Budapester Bäderdirektion hob Generaldirektor László Szőke den Favoriten unter den Budapester Bädern hervor: das Széchenyi-Bad im Stadtwäldchen. Man müsse daran arbeiten, dass auch andere Bäder genauso beliebt und frequentiert werden. Um den Service weiter zu verbessern, werden mehrere Bäder technisch modernisiert, so das schon erwähnte Széchenyi Bad sowie das Gellért, andere ausgebaut und erweitert, das Király, das Freibad Csillaghegy, das Paskál. Die Zahl der ausländischen Gäste, die Bäder-Service in Anspruch nahmen, stieg von 2009 von 20 auf 50%.

Immer beliebter und verbreiteter wird, wohl auch dank der gezielten Werbung, das online-Buchen. Dafür muss Reiselustigen das Angebot schmackhaft gemacht werden. Es ist nämlich statistisch erwiesen, dass sich Touristen, 45 Tage bevor sie buchen, auf 38 travel sites eingeklickt, d.h. kundig gemacht haben.

Die Einladung in den Budapester Winter, BWI, Budapest Winter Invitation, gilt auch für 2015-2016, denn, um einen Gemeinplatz zu bemühen, der nächste Winter kommt bestimmt.